Eine weitere
interessante Kategorie der Reptilienklassifikation sind die
Wasserreptilien. Die große Mehrheit von ihnen ist ausgestorben,
doch Schildkröten sind das Beispiel für eine Gruppe,
die überlebt. Wie bei den fliegenden Reptilien kann die
Herkunft der Wasserreptilien nicht durch Evolutionsmechanismen
erklärt werden. Das wichtigste bekannte Wasserreptil
ist der Ichthosaurier. In ihrem Buch Evolution of the Vertebrates
(Evolution der Wirbeltiere) gestehen Edwin H. Colbert und
Michael Morales ein, dass keine evolutionistische Erklärung
für die Herkunft dieser Tiere gegeben kann:
Der Ichthosaurier, in vielerlei
Beziehung das am höchsten spezialisierte unter den
Wasserreptilien, taucht in der frühen Triaszeit auf.
Sein Erscheinen in der Erdgeschichte war plötzlich
und dramatisch, es gibt keine Spuren in Sedimenten vor der
Triaszeit, die auf mögliche Vorfahren der Ichthosaurier
schließen lassen könnten... Das Hauptproblem
bei den Ichthosaurieren besteht darin, dass keine überzeugenden
Hinweise gefunden werden können, die diese Reptilien
mit irgendeiner anderen Reptilienordnung verbinden würden.103
Ichthyosaurus Fossil der Gattung
Stenopterygius, etwa 250 Millionen Jahre alt. |
Alfred S. Romer, ein anderer Experte für die Naturgeschichte
der Wirbeltiere, schreibt:

200 Millionen Jahre altes Ichthyosaurier-Fossil |
Keine früheren Formen (der Ichthosaurier)
sind bekannt. Die Besonderheiten beim Aufbau des Ichthosauriers
würden einen sehr langen Zeitraum für ihre Entwicklung
erfordern und somit eine sehr frühe Herkunft, doch es gibt
keine bekannten Reptilien aus dem Permzeitalter, die ihre Vorfahren
sein könnten.104 Wieder
muss Carroll eingestehen, dass die Herkunft von Ichthosauriern
und Nothosauriern (einer anderen Familie aquatischer Reptilien)
zu den vielen "wenig bekannten" Fällen der
Evolutionisten gehört.105
In Kürze, die verschiedenen Kreaturen, die in die Kategorie
der Reptilien fallen, kamen in ihr Erdendasein ohne dass es
eine evolutive Verbindung zwischen ihnen gegeben hätte.
Wie wir im weiteren Verlauf dieses Buches sehen werden, gilt
genau dasselbe auch für die Säugetiere: Es gibt
fliegende Säugetiere in Gestalt der Fledermäuse
und maritime Säugetiere, nämlich die Delphine und
Wale. Doch sind diese verschiedenen Gruppen weit davon entfernt,
einen Beweis für die Evolution darzustellen. Sie repräsentieren
viel eher die ernsthaften Schwierigkeiten, die die Evolution
nicht erklären kann, denn in allen Fällen erschienen
die taxonomischen Kategorien urplötzlich auf der Erde,
ohne Übergangsformen zwischen ihnen und mit allen voll
ausgebildeten, intakten biologischen Strukturen.
Dies ist der klare wissenschaftliche Beweis, dass alle diese
Kreaturen tatsächlich erschaffen worden sind.
  
103
E. H. Colbert, M. Morales, Evolution of the Vertebrates, John
Wiley and Sons, 1991, S. 193. (Hervorhebung wurde hinzugefügt).
104 A. S Romer, Vertebrate Paleontology,
3. Ausgabe, Chicago University Press, Chicago, 1966, S. 120.
(Hervorhebung wurde hinzugefügt).
105 Robert L. Carroll, Patterns and Processes
of Vertebrate Evolution, Cambridge University Press, 1997,
S. 296-97. 
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