Fliegende Reptilien

Eine interessante Gruppe in der Klasse der Reptilien sind fliegende Reptilien. Sie erschienen vor mehr als 200 Millionen Jahren, in der späten Triaszeit und starben später aus. Diese Kreaturen waren echte Reptilien, denn sie besaßen alle fundamentalen Merkmale der Klasse der Reptilien. Sie waren Kaltblüter, konnten also ihre Körpertemperatur nicht selbst regulieren, und ihre Körper waren mit Schuppen bedeckt. Doch sie besaßen Außerdem kraftvolle Flügel, und man glaubt, dass sie mit ihrer Hilfe fliegen konnten.

Verbreitete evolutionistische Publikationen porträtieren fliegende Reptilien als den Darwinismus bestätigende Entdeckungen der Paläontologie, jedenfalls geben sie diesen Eindruck. Doch die Herkunft der fliegenden Reptilien ist in Wahrheit ein großes Problem für die Evolutionstheorie. Der klarste Hinweis darauf ergibt sich schon daraus, dass fliegende Reptilien plötzlich und vollentwickelt auftauchten, ohne Zwischenformen zwischen ihnen und auf dem Boden lebenden Reptilien. Sie besaßen hervorragend designte Flügel, die bei keinem terrestrischen Reptil vorhanden sind. Noch nie ist eine halbgeflügelte Kreatur im Fossilienbestand aufgetaucht.


Ein Eudimorphodon-Fossil, eine der ältesten Arten fliegender Reptilien. Dieses in Norditalien gefundene Exemplar ist mehr als 220 Millionen Jahre alt.
Auf keinen Fall hätte eine halbgeflügelte Kreatur überleben können, denn sie hätte durch die bereits verlorenen Vorderbeine, verbunden mit immer noch vorhandener Flugunfähigkeit, einen tödlichen Nachteil gegenüber anderen Reptilien gehabt. Nach den der Evolution zugeschriebenen Regeln wäre sie eliminiert worden und ausgestorben.

Die Flügel der fliegenden Reptilien haben tatsächlich ein so fehlerloses Design, dass dies niemals der Evolution zugerechnet werden kann. So wie andere Reptilien an ihren Vorderfüßen fünf Zehen haben, haben fliegende Reptilien fünf "Finger" in ihren Flügeln. Doch der vierte Finger ist mehr als 20 mal länger als die anderen und der Flügel "hängt" praktisch an diesem Finger. Hätten sich terrestrische zu fliegenden Reptilien entwickelt, dann hätte der vierte Finger im Lauf der Zeit schrittweise wachsen müssen. Nicht nur der vierte Finger, sondern die gesamte Flügelstruktur hätte sich allmählich durch zufällige Mutationen entwickeln müssen und dieser gesamte Prozess hätte dem Tier einen Vorteil bieten müssen. Duane T. Gish, eine der führenden Kritikerinnen der Evolutionstheorie auf paläontologischer Ebene, gibt dazu folgenden Kommentar:

Allein schon die Idee, ein Landreptil hätte sich allmählich in ein fliegendes Reptil verwandelt, ist absurd. Die beginnenden, nur teilweise entwickelten Strukturen hätten anstatt den Übergangsstadien irgendwelche Vorteile zu bieten, ihnen nur zum großen Nachteil gereicht. Zum Beispiel nehmen Evolutionisten an, so seltsam das auch scheinen mag, dass Mutationen auftraten, die ausschließlich jeweils den vierten Finger betroffen haben sollen. Natürlich waren in der Folge andere zufällig auftretende Mutationen verantwortlich, für - so unglaublich es klingt - die allmählich sich ausbildende Flügelhaut, die notwendige Muskulatur, Sehnen, Nerven, Blutgefässe und alle anderen für das Funktionieren des Flügels notwendigen Strukturen. In einem bestimmten Stadium müsste das sich entwickelnde fliegende Reptil zu 25 Prozent ausgebildete Flügel gehabt haben. Diese seltsame Kreatur würde niemals überleben. Wozu sollen zu 25 Prozent ausgebildete Flügel gut sein? Offensichtlich hätte das Tier noch nicht fliegen können, doch laufen konnte es auch nicht mehr.100


Das Fossil eines fliegenden Reptils der Art Pterodactylus kochi. Dieses in Bayern gefundene Exemplar ist etwa 240 Millionen Jahre alt.

Um es kurz zu machen, die Herkunft der fliegenden Reptilien ist unerklärbar mit den Mechanismen der Evolution nach Darwin. Tatsächlich belegt ja auch der Fossilienbestand, dass es einen solchen evolutiven Prozess nicht gegeben hat. Die fossilen Schichten enthalten nur Landreptilien, wie die, die wir heute kennen und perfekt entwickelte fliegende Reptilien. Es gibt keine Zwischenform. Carroll, einer der meist respektierten Namen in der Welt der Paläontologie der Wirbeltiere, macht als Evolutionist folgendes Geständnis:

...alle diese tirasischen Pterosaurier waren hochspezialisiert für das Fliegen... Sie geben nur wenige Hinweise auf ihre speziellen Vorfahren und überhaupt keine auf frühere Stadien in der Herkunft ihrer Flugfähigkeit.101

Carroll zählte kürzlich in seinem Buch Patterns and Processes of Vertebrate Evolution (Formen und Prozesse der Evolution von Wirbeltieren) die Herkunft der Pterosaurier zu den wichtigen Übergängen, über die nicht viel bekannt ist.102


Die Flügel fliegender Reptilien erstrecken sich entlang eines "vierten Fingers", der über 20 Zentimeter länger ist, als die anderen. Der springende Punkt ist dabei, dass diese interessante Flügelstruktur plötzlich und voll ausgebildet im Fossilienbestand auftaucht. Es gibt keine Beispiele, die zeigen würden, dass dieser "vierte Finger" allmählich gewachsen wäre, anders ausgedrückt, dass er sich entwickelt hat.

Um es kurz zu machen, es gibt keinen Beweis für die Evolution fliegender Reptilien. Weil der Begriff "Reptil" für die meisten Menschen "landbewohnende Reptilien" bedeutet, versuchen manche populäre, evolutionistische Publikationen den Eindruck zu erwecken, Reptilien seien Flügel gewachsen und hätten zu fliegen begonnen. Tatsache ist jedoch, dass beide, terrestrische und fliegende Reptilien ohne evolutionäre Beziehung untereinander aufgetaucht sind.

100 Duane T. Gish, Evolution: The Fossils Still Say No, ICR, San Diego, 1998, S. 103.
101 Robert L. Carroll, Vertebrate Paleontology and Evolution. S. 336. (Hervorhebung wurde hinzugefügt).
102 Robert L. Carroll, Patterns and Processes of Vertebrate Evolution, Cambridge University Press, 1997, S. 296-97.

 
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