Tetrapode
(Vierbeiner oder Vierfüßler) ist die allgemeine
Bezeichnung für an Land lebende Wirbeltiere. Amphibien,
Reptilien, Vögel und Säugetiere sind in dieser Klasse
zusammengefasst. Nach der Evolutionstheorie entwickelten sich
diese Lebewesen aus Meeresfischen. Doch diese Behauptung wirft
Widersprüche physiologischer und anatomischer Art auf.
Außerdem fehlt ihr jede Basis im Fossilienbestand.
Das Szenarium des "Übergangs vom Wasser aufs Land",
in evolutionistischen Publikationen oft in solch phantasievollen
Schaubildern wie dem obigen dargestellt, wird oft mit Lamarck'schen
Begründungen präsentiert, ist aber nichts als Pseudowissenschaft.
Fische hätten umfangreiche Veränderungen durchmachen
müssen, um sich an eine Existenz auf dem Land anzupassen.
Im Wesentlichen hätten sich das Atmungs- und Stoffwechselsystem
sowie das Skelett vollständig verändern müssen.
Kiemen hätten sich in Lungen verwandeln müssen,
Flossen hätten sich zu Füßen umbilden müssen
um das Körpergewicht tragen zu können, die Nieren
und das gesamte Stoffwechselsystem hätten sich umwandeln
müssen zur Weiterfunktion in einer Sauerstoffatmosphäre,
und die Haut hätte sich eine völlig andere Gewebestruktur
zulegen müssen, um Wasserverlust zu verhindern. Ohne
dass all diese Veränderungen geschähen, könnte
ein Fisch an Land nur wenige Minuten überleben.
Wie also erklärt die evolutionistische
Ansicht die Herkunft von Tieren, die an Land leben? Die wenigen
seichten Erklärungen in der evolutionistischen Literatur
basieren hauptsächlich auf der Lehre von Lamarck. Was
die Transformation von Flossen in Füße angeht,
besagen sie beispielsweise: "Als die Fische begannen,
an Land zu kriechen, wurden Flossen allmählich zu Füßen."
Selbst Professor Ali Demirsoy, eine der führenden Autoritäten
der Evolutionstheorie in der Türkei, schreibt folgendes:
"Eventuell verwandelten sich die Fischflossen in Amphibienfüße,
als sie durch schlammiges Wasser krochen."81
Dieser Satz ist erkennbar Lamarck'schem Gedankengut entlehnt,
basiert er doch auf der Grundidee der Anpassung eines Organs
an eine veränderte Umwelt und der Weitergabe der erworbenen
Eigenschaften an nachfolgende Generationen. Es scheint, dass
die schon vor einem Jahrhundert zusammengebrochene von Lamarck
postulierte Theorie heute immer noch einen großen Einfluss
auf das Unterbewusstsein evolutionistischer Biologen hat.
Es gab keinen evolutiven Prozess in der Herkunft der Frösche.
Die ältesten bekannten Frösche unterschieden sich
vollständig von Fischen und tauchten komplett mit all
ihren besonderen Eigenschaften auf. Frösche unserer Zeit
haben dieselben Eigenschaften. Es gibt keinen Unterschied
zwischen dem in der Dominikanischen Republik gefundenen, in
Bernstein eingeschlossen Exemplar und den heute lebenden Exemplaren.
Wenn wir diese Lamarck'schen und daher unwissenschaftlichen
Szenarien beiseite lassen, bleiben jene Szenarien übrig,
die auf Mutation und natürlicher Selektion basieren,
denen wir nun unsere Aufmerksamkeit zuwenden müssen.
Wenn diese Mechanismen jedoch untersucht werden, kann festgestellt
werden, dass der Übergang vom Wasser aufs Land vollständig
unrealistisch ist.
Stellen wir uns vor, wie ein Fisch aus dem Wasser auftauchen
könnte und sich ans Land anpassen würde: Wenn der
Fisch nicht eine sehr schnelle Modifikation durchmachte, die
seine Atmung, seinen Stoffwechsel und sein Skelett betreffen
müsste, würde er unausweichlich sterben. Die Kette
von Mutationen, die hätten durchlaufen werden müssten,
hätten den Fisch sofort mit einer Lunge und entsprechend
angepassten Nieren ausstatten müssen. In ähnlicher
Weise hätte dieser Mechanismus die Flossen in Füße
umwandeln müssen und die Gewebestruktur der Haut so verändern
müssen, dass sie das Wasser im Körper hält.
Mehr noch, dies Kette von Mutationen hätten alle in der
Lebensspanne eines einzigen Tieres stattfinden müssen.
The "transition from
water to land" scenario, often maintained in evolutionist
publications in imaginary diagrams like the one above,
is often presented with a Lamarckian rationale, which
is clearly pseudoscience. |
Kein evolutionistischer Biologe würde jemals eine solche
Kette von Mutationen verfechten. Die Unsinnigkeit dieser ganzen
Idee ist offensichtlich. Daher verteidigen Evolutionisten
das Konzept der Präadaption, der vorherigen Anpassung,
was bedeuten soll, dass Fische die benötigten Eigenschaften
heranbilden, solange sie noch im Wasser leben. Kurzgefasst
besagt diese Theorie, dass die Fische die Eigenschaften von
Landtieren erwerben, schon bevor sie diese überhaupt
benötigen.
Trotzdem ist dieses Szenario unlogisch, selbst vom Standpunkt
der Evolutionstheorie aus betrachtet. Das Erwerben der Eigenschaften
eines an Land lebenden Tieres wäre sicher nicht vorteilhaft
für ein Wassertier. Konsequenterweise basiert der Vorschlag,
diese Eigenschaften seien durch natürliche Selektion
entstanden, auf keinerlei rationalen Überlegungen. Im
Gegenteil müsste die natürliche Selektion jede Kreatur
eliminieren, die eine "Präadaption" aufwiese,
da Eigenschaften, die die das Überleben an Land möglich
machten, ganz sicher einen Nachteil im Meer bedeuten würden.
Ein Eusthenopteron foordi-Fossil aus dem späten Devon,
gefunden in Kanada
Kurz, das gesamte Szenario des Übergangs vom Wasser aufs
Land ist in einer Sackgasse. Es wird von Evolutionisten als
ein Naturwunder akzeptiert, ist aber nicht nachvollziehbar.
Deswegen hält Henry Gee, Chefredakteur von Nature dieses
Szenario für ein unwissenschaftliches Märchen:
Konventionelle Berichte über
die Evolution, über "Missing Links" können
nicht verifiziert werden, denn es gibt nur einen einzigen
möglichen Gang der Ereignisse - den der durch den Bericht
impliziert wird. Wenn Ihre Geschichte von einer Gruppe Fische
handelt, die an Land krochen und Beine entwickelten, dann
sind Sie gezwungen, dies als ein einmaliges Ereignis anzusehen,
denn das ist die Handlung, die von dieser Geschichte vorgeschrieben
wird. Sie können dem Autor die Geschichte abnehmen
oder nicht - eine andere Alternative gibt es nicht.82
|
Es gab keinen evolutiven Prozess
in der Herkunft der Frösche. Die ältesten
bekannten Frösche unterschieden sich vollständig
von Fischen und tauchten komplett mit all ihren
besonderen Eigenschaften auf. Frösche unserer
Zeit haben dieselben Eigenschaften. Es gibt keinen
Unterschied zwischen dem in der Dominikanischen
Republik gefundenen, in Bernstein eingeschlossen
Exemplar und den heute lebenden Exemplaren.
|
Die Sackgasse entsteht nicht nur durch
die angeblichen Mechanismen der Evolution, sondern auch durch
den Fossilienbestand und durch die Untersuchung lebender Vierbeiner.
Robert Carroll muss zugeben, dass "weder der Fossilienbestand
noch das Studium der Entwicklung moderner Gattungen ein vollständiges
Bild davon liefern, wie sich die paarweise angeordneten Gliedmassen
der Vierbeiner entwickelt haben..."83
Es gibt einige klassische Kandidaten unter den Fischen und
Amphibien für Übergangsformen in der behaupteten
Fisch-Vierbeiner Evolution.
Evolutionistische Naturgeschichtler führen traditionell
den Coelacanth, den Quastenflosser und den nahe verwandten
aber ausgestorbenen Rhipidistian als wahrscheinlichste Vorfahren
der Vierbeiner an. Diese Fische gehören der Unterklasse
der Crossopteryganen an. Evolutionisten setzen alle Hoffnung
in sie, ganz einfach, weil ihre Flossen relativ "fleischig"
sind. Doch diese Fische sind keine Übergangsformen, denn
es gibt große anatomische und physiologische Unterschiede
zwischen dieser Klasse und den Amphibien. In Wahrheit stellen
die behaupteten "Übergangsformen" zwischen
Fischen und Amphibien keinen Übergang dar, etwa in dem
Sinn, dass sie nur kleine Unterschiede aufwiesen, sondern
in dem Sinn, dass sie die besten "Kandidaten" für
ein Evolutionsszenario sind. Es gibt große anatomische
Unterschiede zwischen den Fischen, die als die wahrscheinlichsten
Vorfahren der Amphibien angesehen werden und den Amphibien,
die ihre Nachfahren sein sollen. Zwei Beispiele dafür
sind der Eusthenopteron, ein ausgestorbener Fisch und das
Acanthostega, ein ausgestorbenes Amphibium, die Favoriten
in den meisten zeitgenössischen evolutionistischen Szenarien
im Zusammenhang mit der Herkunft der Vierbeiner. In seinem
Buch Patterns and Processes of Vertebrate Evolution (Formen
und Prozesse der Evolution der Wirbeltiere) schreibt Robert
Carroll folgendes über diese behauptete Verwandtschaft:

An Eusthenopteron foordi fossil
from the Later Devonian Age found in Canada. |
Eusthenopteron und Acanthostega können als Anfangs- und
Endpunkt beim Übergang vom Fisch zum Amphibium gesehen
werden. Von 145 anatomischen Merkmalen, die zwischen diesen
beiden Gattungen vergleichbar sind, weisen 91 Veränderungen
auf, die mit der Anpassung an das Leben an Land in Verbindung
zu bringen sind... Das ist weit mehr als die Zahl der Veränderungen,
die während irgendeines anderen Überganges im Zusammenhang
mit der Herkunft der 15 Hauptgruppen der paläozoischen
Vierbeiner aufgetreten sind.84
91 Unterschiede von 145 anatomischen Merkmalen... und Evolutionisten
glauben, dass sie alle durch einen Prozess zufälliger
Mutationen während eines Zeitraums von etwa 15 Millionen
Jahren entstanden sind.85 An ein solches
Szenario zu glauben, mag um der Evolutionstheorie willen notwendig
sein, doch rational und wissenschaftlich ist es nicht, und
dies gilt ebenso für alle anderen Fisch-Amphibien Szenarien,
die sich nur darin unterscheiden, welche "Kandidaten"
für die Rolle als "Übergangsform" ausgewählt
werden. Henry Gee beschreibt ein ganz ähnliches Szenario,
dass auf dem Ichthyostega, einem anderen ausgestorbenen Amphibium
beruht, dass dem Acanthostega sehr ähnliche Eigenschaften
aufweist:
Eine Aussage, dass Ichthyostega ein Missing
Link zwischen Fischen und späteren Vierbeinern sei,
offenbart viel mehr über unsere Vorurteile als über
die Kreatur, die wir vorgeben zu studieren. Sie zeigt, wie
sehr wir uns eine eingeschränkte Sicht der Wirklichkeit,
die auf unserer begrenzten Erfahrung beruht, selbst auferlegen,
wo doch die Realität größer, fremdartiger
und ganz anders sein kann, als wir es uns vorstellen können.86
Eine weitere bemerkenswerte Eigenschaft
der Herkunft von Amphibien ist das abrupte Erscheinen von
drei hauptsächlichen Amphibienkategorien. Carroll bemerkt:
"Die ersten Fossilien von Fröschen, Lurchen und
Salamandern tauchen alle im frühen bis mittleren Jura
auf. Alle weisen die wichtigsten Attribute ihrer heute lebenden
Nachfahren auf."87 Mit anderen
Worten, diese Tiere erschienen plötzlich, und unterlagen
seitdem keinerlei "Evolution".
  
81
Ali Demirsoy, Kalitim ve Evrim (Inheritance and Evolution),
Meteksan Publishing Co., Ankara, 1984, S. 495-496.
82 Henry Gee, In Search Of Deep Time:
Going Beyond The Fossil Record To A Revolutionary Understanding
of the History Of Life, The Free Press, A Division of Simon
& Schuster Inc., 1999, S. 7.
83 Robert L. Carroll, Patterns and Processes
of Vertebrate Evolution, Cambridge University Press, 1997,
S. 230.
84 Robert L. Carroll, Patterns and Processes
of Vertebrate Evolution, Cambridge University Press, 1997,
S. 301.
85 Dieser Zeitrahmen wird auch von Carroll
angegeben in Patterns and Processes of Vertebrate Evolution,
Cambridge University Press, 1997, S. 304.
86 Henry Gee, In Search Of Deep Time:
Going Beyond The Fossil Record To A Revolutionary Understanding
of the History Of Life, The Free Press, A Division of Simon
& Schuster, Inc., 1999, S. 54.
87 Robert L. Carroll, Patterns and Processes
of Vertebrate Evolution, Cambridge University Press, 1997,
S. 292-93.
|