Eine
der interessantesten der vielen verschiedenen Arten, die plötzlich
während des Kambriums auf der Bildfläche erschienen,
ist die der jetzt ausgestorbenen Trilobiten. Trilobiten gehörten
zum Arthropoden Stamm und waren sehr kompliziert aufgebaute
Kreaturen mit hartem Panzer, gelenkigen Körpern und komplexen
Organen. Der Fossilienbestand ermöglichte es, detaillierte
Studien der Trilobitenaugen durchzuführen. Das Auge der
Trilobiten besteht aus hunderten winziger Facetten, von denen
jede einzelne zwei übereinanderliegende optische Linsen
enthält. Diese Augenstruktur ist ein wirkliches Designwunder.
David Raup, Professor für Geologie an den Universitäten
Harvard, Rochester und Chicago sagt, "Die Trilobiten
hatten vor 450 Millionen Jahren ein optimales Design, das
einen gut ausgebildeten Ingenieur erfordern würde, wollte
man es heute entwickeln."69

Eine weitere Illustration von Lebewesen des Kambriums |
Allein die außergewöhnliche Struktur der Trilobiten
entwertet den Darwinismus bereits, denn keine vergleichbar
komplizierte Lebensform mit ähnlichen Strukturen lebte
in vorhergehenden geologischen Zeitaltern, was beweist, dass
die Trilobiten auftauchten, ohne einen Evolutionsprozess hinter
sich zu haben. In einem Science Artikel aus dem Jahr 2001
heißt es:
Kladistische Analysen des Arthropodenstammes
offenbarten, dass Trilobiten, genau wie Krebse sehr weit entwickelte
"Zweige" des Arthropodenstamms sind. Doch Fossilien
dieser angeblichen Arthropodenvorfahren gibt es nicht. ...Selbst
wenn Beweise für einen früheren Ursprung entdeckt
werden sollten, bleibt es eine Herausforderung, zu erklären,
warum so viele Tiere am Beginn des Kambriums an Größe
zugelegt und Panzer erworben haben sollen.70

Trilobiten-Augen mit ihrer Dubletten-Struktur und
hunderten winziger Linsen waren ein Wunder an Design. |
Darwin sagte, falls seine Theorie korrekt sei, müssten
die langen Zeiträume vor der Existenz der Trilobiten
voll sein von ihren Vorfahren. Doch nicht eine einzige dieser
von Darwin vorhergesagten Kreaturen wurde je gefunden.
Als Charles Darwin den Ursprung der Arten schrieb, war über
die außergewöhnlichen Vorgänge des Kambriumzeitalters
nur sehr wenig bekannt. Erst nach Darwins Zeit gab der Fossilienbestand
preis, dass das Leben plötzlich im Kambrium auftauchte
und dass Trilobiten und andere Wirbellose alle auf einmal
ins Dasein kamen. Daher konnte Darwin das Thema in seinem
Buch nicht vollständig behandelt haben. Er hat es jedoch
angesprochen unter der Überschrift, "Über das
plötzliche Auftauchen von Gruppen verwandter Arten in
den untersten bekannten Fossilienschichten", und er schrieb
folgendes über das Silur-Zeitalter, ein Name, der zu
jener Zeit im wissenschaftlichen Sprachgebrauch noch das Kambrium
umfasste:

Darwin sagte, falls seine Theorie korrekt sei, müssten
die langen Zeiträume vor der Existenz der Trilobiten
voll sein von ihren Vorfahren. Doch nicht eine einzige
dieser von Darwin vorhergesagten Kreaturen wurde je
gefunden. |
Ich kann beispielsweise nicht daran zweifeln,
dass alle silurischen Trilobiten von einem bestimmten krebsartigen
Wesen abstammen, das lange vor dem Silur gelebt haben muss
und sich vermutlich stark von jedem heute bekannten Tier unterschied...
Falls meine Theorie richtig sein sollte, ist es unzweifelhaft,
dass noch bevor sich die erste, älteste Silurschicht
abgesetzt hat, lange Zeiträume vergangen sein müssen,
so lang oder wahrscheinlich länger als das gesamte Zeitintervall
vom Silur bis zum heutigen Tag, und dass die Welt in dieser
enormen Zeitperiode von Leben gewimmelt haben muss. Auf die
Frage, warum wir keine Spuren aus diesen äonenlangen
urzeitlichen Perioden finden, kann ich keine zufrieden stellende
Antwort geben.71
Heutzutage jedoch ist der Fossilienbestand ziemlich komplett,
und er zeigt ganz klar, dass die Kreaturen des Kambriums keine
Vorfahren hatten. Das bedeutet, wir müssen den Satz Darwins
zurückweisen, der mit den Worten beginnt, "Falls
meine Theorie richtig sein sollte...". Darwins Hypothesen
waren falsch, und aus diesem Grund ist auch seine Theorie
falsch.
Die aus dem Kambrium
stammenden Funde entwerten die Evolutionstheorie, einmal durch
die komplexen Körper der Trilobiten, zum anderen mit
dem Auftauchen vieler verschiedener Lebewesen zur selben Zeit.
Darwin schrieb: "Wenn zahlreiche Arten, die zur selben
Gattung oder Familie gehören, tatsächlich alle auf
einmal ins Dasein gekommen sein sollten, dann wäre dies
das Ende der Theorie der Abstammung durch allmähliche
Modifikation mit Hilfe natürlicher Selektion."72
Dies aber ist die Theorie, die den Kern seines Buches bildet.
Im Kambrium jedoch traten mehr als 60 verschiedene Tierrassen
ins Leben, alle zusammen und zur selben Zeit, von Unterkategorien
wie den Arten einmal abgesehen. Das beweist, dass das Bild,
das Darwin als "...das Ende der Theorie..." bezeichnet
hat, tatsächlich zutrifft. Das ist auch der Grund, warum
der Schweizer Paläoanthropologe Stefan Bengtson, der
das Fehlen von Übergangsformen im Kambrium zugesteht,
dies wie folgt kommentiert. "Peinlich und beschämend
für Darwin überwältigt uns dieses Ereignis
noch immer."73
Ein anderer Aspekt, der bei der Beschäftigung
mit Trilobiten Beachtung verdient, ist der Aufbau ihrer Augen,
der 530 Millionen Jahre alt ist und noch heute unverändert
existiert. Insekten wie Bienen und Libellen besitzen exakt
dieselbe Augenstruktur.74 Diese Entdeckung
versetzt der Evolutionstheorie, die behauptet, Leben entwickle
sich vom Primitiven zum Komplexen, einen weiteren Schlag.
  
69
David Raup, "Conflicts Between Darwin and Paleontology",
Bulletin, Field Museum of Natural History, Band 50, Januar
1979, S. 24.
70 Richard Fortey, "The Cambrian
Explosion Exploded?", Science, Band 293, Nr. 5529, 20.
Juli 2001, S. 438-439.
71 Charles Darwin, The Origin of Species,
1859, S. 313-314.
72 Charles Darwin, The Origin of Species:
A Facsimile of the First Edition, Harvard University Press,
1964, S. 302.
73 Stefan Bengston, Nature, Band 345,
1990, S. 765. (Hervorhebung wurde hinzugefügt).
74 R. L. Gregory,
Eye and Brain: The Physiology of Seeing, Oxford University
Press, 1995, S. 31.
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