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Der von dem evolutionistischen Biologen Ernst Haeckel
1866 gezeichnete "Lebensbaum". |
Schauen wir uns als erstes die darwinistische Hypothese an.
Wie wir wissen, schlägt der Darwinismus vor, das Leben
habe sich aus einem einzigen gemeinsamen Vorfahren entwickelt,
und habe all seine Vielfalt angenommen durch eine Reihe von
kleinen Veränderungen. In diesem Fall müsste das Leben
zuerst in einfachen, sehr ähnlichen Formen aufgetaucht
sein. Nach derselben Theorie müssten Differenzierung und
wachsende Komplexität des Lebens im Lauf der Zeit parallel
erfolgt sein.
Kurz, dem Darwinismus zufolge müsste die Darstellung
der Entwicklung des Lebens wie ein Baum mit vielen Zweigen
aussehen, die alle von einem Stamm ausgehen, der aus einer
einzigen Wurzel entstanden ist. Diese Hypothese vom "Stammbaum
des Lebens" wird von darwinistischen Quellen permanent
bemüht. Nach diesem Baumkonzept müssen die Stämme
- die Basis-Elemente in der Klassifikation der Lebewesen -
sich über verschiedene Stadien hinweg entwickelt haben,
wie das Diagramm auf Seite 58 zeigt. Folgt man dem Darwinismus,
muss zuerst ein einziger Stamm auftauchen, die anderen Stämme
entstehen dann durch sehr kleine Veränderungen über
sehr lange Zeiträume. Die darwinistische Hypothese ist,
dass die Zahl der Tierstämme allmählich zugenommen
haben müsste, wie in dem Diagramm auf Seite 58 zu sehen
ist.
Auf diese Weise also soll sich das Leben entwickelt haben;
aber ist es wirklich so gewesen?
Bestimmt nicht, ganz im Gegenteil: Die
Tiere waren völlig verschieden und bereits sehr komplex
in dem Moment, als sie zuallererst auftauchten.
Alle heute bekannten Tierstämme erschienen gleichzeitig,
in der Mitte des geologischen Zeitalters des Kambriums.
Das Kambriumzeitalter begann vor etwa 570 Millionen Jahren
und endete vor ca. 505 Millionen Jahren, dauerte also schätzungsweise
65 Millionen Jahre lang. Doch der Zeitraum, in dem die Haupt-Tiergruppen
erschienen, war bedeutend kürzer, er wird oft auch als
die "kambrische Explosion" bezeichnet. Stephen C.
Meyer, P. A. Nelson, und Paul Chien schrieben nach ausführlicher
Literaturrecherche in einem 2001 erschienenen Artikel, dass
"die kambrische Explosion in einem äußerst
kleinen geologischen Zeitfenster geschah, das nicht länger
als 5 Millionen Jahre offen stand".56
Nach geologischen Maßstäben sind fünf Millionen
Jahre ein sehr kurzer Zeitraum.
DER FOSSILIENBESTAND
WIDERLEGT DIE EVOLUTIONSTHEORIE
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Die Evolutionstheorie behauptet,
verschiedene Gruppen von Lebewesen seien aus
einem gemeinsamen Vorfahren entstanden und hätten
sich im Lauf der Zeit in verschiedene Richtungen
entwickelt. Das Schaubild oben illustriert diese
Behauptung: Folgt man dem Darwinismus, entwickelte
sich das Leben wie die Äste vom Stamm eines
Baumes fort.
Doch der Fossilienbestand
zeigt das genaue Gegenteil. Wie auf dem unteren
Schaubild zu sehen ist, tauchten die verschiedenen
Gruppen der Lebewesen mit ihren unterschiedlichen
Strukturen plötzlich auf. Über 100
kamen plötzlich während des Kambriums
hinzu. Danach sank deren Gesamtzahl wieder,
weil einige von ihnen ausstarben. (aus www.arn.org)
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Aus früher Zeit als dem Kambrium gibt es keine Spuren
von Fossilien, außer von Einzellern und einigen wenigen,
primitiven, mehrzelligen Lebewesen. Alle Tierstämme erschienen
vollständig ausgebildet und gleichzeitig während
der extrem kurzen Zeit der kambrischen Explosion. Die im kambrischen
Gestein gefundenen Fossilien gehören zu so verschiedenen
Kreaturen wie Schnecken, Trilobiten (ausgestorbene Krebsarten),
Schwämme, Quallen, Seesterne, Muscheln etc. Die meisten
dieser Tiere hatten komplexe biologische Systeme und entwickelte
Organe, wie Augen, Kiemen und Kreislaufsystem, genau wie bei
heutigen Tierarten. All diese Organismen waren hoch entwickelt
und sehr verschieden.
Richard Monastersky, Autor beim ScienceNews Magazin schreibt
folgendes über die kambrische Explosion:
Vor einer halben Milliarde Jahren,
...tauchten plötzlich die bemerkenswert komplexen Formen
der Tiere auf, die wir heute sehen. Dieser Moment, genau
am Beginn des Kambriums vor über 550 Millionen Jahren,
markiert die explosionsartige Evolution, die die Meere mit
den ersten komplexen Kreaturen der Welt anfüllte.57
Derselbe Artikel zitiert auch Jan Bergström, einen Paläontologen,
der die frühen Ablagerungsschichten des Kambriums in
Chengjiang, China studiert hat:
"Die Fauna in Chengjiang zeigt, dass
die umfangreichen Tierstämme von heute bereits im frühen
Kambrium vorhanden waren und dass sie genauso verschieden
voneinander waren, wie sie es heute sind."58

Diese Darstellung zeigt komplex strukturierte
Lebewesen aus dem Kambrium. Das Erscheinen so verschiedener
Kreaturen, ohne dass es entsprechende Vorfahren gegeben
hätte, macht die darwinistische Theorie völlig
wertlos. |
Wie es geschehen konnte, dass die Erde mit einer so großen
Zahl von Tierarten geradezu überschwemmt wurde, und wie
diese unterschiedlichen Arten ohne gemeinsame Vorfahren aufgetaucht
sein sollen, sind Fragen, die von Evolutionisten unbeantwortet
gelassen werden. Der Zoologe Richard Dawkins von der Universität
Oxford, einer der weltweit führenden Verfechter evolutionistischen
Gedankengutes, kommentiert diese Tatsache, die das Fundament
aller bisher von ihm verteidigten Argumente unterminiert:
Zum Beispiel sind die kambrischen
Gesteinsschichten die ältesten, in denen wir die Hauptgruppen
der Wirbellosen finden. Und viele davon sind schon in einem
fortgeschrittenen Stadium der Evolution, wenn sie zum ersten
Mal auftauchen. Es ist, als wären
sie einfach dorthin gesetzt worden, ohne irgendeine evolutionäre
Vorgeschichte.59
Phillip Johnson, Professor an der Universität von Kalifornien
in Berkeley und einer der vordersten Kritiker des Darwinismus,
beschreibt den Widerspruch zwischen diesen paläontologischen
Fakten und dem Darwinismus:
Die Darwin'sche Theorie prophezeit einen
"Kegel ansteigender Diversifikation", da der erste
lebende Organismus oder die erste Tierart allmählich
und stetig zu den höheren Ebenen der taxonomischen Ordnung
variierten. Der Tierfossilienbestand ähnelt eher einem
solchen Kegel, der von oben nach unten gedreht wurde, mit
den zu Beginn vorhandenen Stämmen, die dann in ihrer
Zahl abnehmen.60

Ein Fossil aus dem Zeitalter des Kambriums |
Wie Phillip Johnson dargelegt hat, war es keineswegs der Fall,
dass die Stämme sich über verschiedene Stadien entwickelt
haben, in Wirklichkeit tauchten sie alle auf einmal auf und
einige sind in späteren Zeiten sogar ausgestorben. Die
Diagramme auf den Seiten 52 und 53 zeigen die Wahrheit, die
der Fossilienbestand den Ursprung der Stämme betreffend
enthüllt.
Wie wir bisher sehen konnten, gab es im Präkambrium
drei verschiedene Stämme von Einzellern. Doch im Kambrium
tauchten plötzlich 60 bis 100 verschiedene Tierstämme
auf. In folgenden Zeitaltern starben etliche von ihnen aus,
und nur wenige haben sich bis in unsere Tage hinübergerettet.
Roger Lewin erörtert diese außergewöhnliche
Tatsache, die alle darwinistischen Vermutungen über die
Entwicklungsgeschichte des Lebens vollständig entwertet:
Die kambrische Explosion, die kürzlich
als "das wichtigste Ereignis der Evolution in der gesamten
Geschichte der Mehrzeller" beschrieben wurde, etablierte
praktisch alle hauptsächlichen tierischen Körperformen
- Baupläne oder Stämme - die danach existieren sollten,
einschließlich vieler, die "aussortiert" wurden
und ausstarben. Manche schätzen,
dass die kambrische Explosion an die 100 Stämme hervorbrachte,
im Vergleich mit den heute existierenden etwa 30.61
INTERESSANTE STACHELN: Eine
der Kreaturen, wie sie plötzlich im Kambrium auftauchten,
war Hallucigenia, oben links zu sehen. Wie viele andere
kambrische Fossilien, z.B. jenes im rechten Bild, hatte
sie Stacheln oder einen Panzer, um sich vor Angriffen
durch Feinde zu schützen. Die Frage, die Evolutionisten
nicht beantworten können, ist: "Wie konnten
sie sich ein so effizientes Verteidigungssystem zulegen,
wenn doch gar keine Raubtiere existierten?" Das
Fehlen von Raubtieren zu jener Zeit macht es unmöglich,
dies mit natürlicher Selektion zu erklären.
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56
Stephen C. Meyer, P. A. Nelson, and Paul Chien, The Cambrian
Explosion: Biology's Big Bang, 2001, S. 2.
57 Richard Monastersky, "Mysteries
of the Orient", Discover, April 1993, S. 40. (Hervorhebung
wurde hinzugefügt).
58 Richard Monastersky, "Mysteries
of the Orient", Discover, April 1993, S. 40.
59 Richard Dawkins, The Blind Watchmaker,
W. W. Norton, London, 1986, S. 229. (Hervorhebung wurde hinzugefügt).
60 Phillip E. Johnson, "Darwinism's
Rules of Reasoning", in Darwinism: Science or Philosophy
von Buell Hearn, Foundation for Thought and Ethics, 1994,
S. 12. (Hervorhebung wurde hinzugefügt).
61 R. Lewin, Science, Band 241, 15. Juli
1988, S. 291. (Hervorhebung wurde hinzugefügt).
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