Ein anderer
wichtiger Punkt bei der Herkunft der Meeressäuger sind
die großen anatomischen und physiologischen Unterschiede
zwischen ihnen und ihren angeblichen Vorfahren. Evolutionisten
nehmen an, es seien schrittweise Prozesse am Werk gewesen,
die für all die notwendigen Übergänge gesorgt
hatten, doch dies ist ein absurder Gedanke, da viele dieser
Systeme nicht reduzierbare, komplexe Strukturen aufweisen,
die nicht durch aufeinander folgende Stadien entstehen konnten.
Betrachten wir nur ein einziges Beispiel: die Anatomie des
Ohres. Genau wie wir fangen Säugetiere den Schall mit
dem äußeren Ohr auf, verstärken ihn vermittels
der Mittelohrknochen und wandeln ihn im Innenohr in elektrische
Signale um. Meeressäuger aber haben kein äußeres
Ohr. Sie hören den Schall mit Hilfe von vibrationsempfindlichen
Rezeptoren in ihren Unterkiefern. Der springende Punkt ist,
dass jede graduelle Evolution von einem perfekten Gehörsystem
zu einem völlig unterschiedlichen Gehörsystem unmöglich
ist. Die erforderlichen Übergangsphasen würden keinen
Vorteil bringen. Ein Tier, das seinen auf Ohren basierenden
Gehörsinn langsam verliert, doch die Fähigkeit mit
seinem Kiefer zu hören, noch nicht entwickelt hat, wäre
in einem großen Nachteil.
Die Frage, wie eine solche Entwicklung ablaufen sollte, ist
ein unlösbares Dilemma für die Evolutionisten. Die
Mechanismen, die die Evolutionisten vorschlagen, sind Mutationen,
doch es wurde noch niemals beobachtet, dass Mutationen dem
genetischen Code eines Tieres eindeutig neue und nützliche
Informationen hinzugefügt hätten. Es ist einfach
unvernünftig, jemandem einreden zu wollen, dass das komplexe
Gehörsystem der Meeressäuger als das Ergebnis zufälliger
Mutationen entstanden sein könnte.
Doch Evolutionisten glauben an dieses Szenario, dies liegt
an einer Art Aberglauben über den Ursprung des Lebens.
Angeblich gibt es eine magische "natürliche Kraft"
die den Lebewesen erlaubt, genau die Organe, biologischen
Veränderungen und anatomischen Merkmale zu erwerben,
die sie benötigen. Schauen wir uns jetzt einige interessante
Passagen aus dem National Geographic Artikel "Evolution
der Wale" an.
... Ich habe versucht, mir einige der
Varianten der Walvorfahren vorzustellen, die man hier und
in der Nähe gefunden hat... Als die hinteren Extremitäten
sich langsam zurückbildeten, geschah in der Folge dasselbe
mit den Hüftknochen, mit denen sie verbunden gewesen
waren. Hierdurch erhielt das Rückgrat mehr Bewegungsspielraum
um die sich entwickelnden Schwanzflossen bewegen zu können.
Der Hals verkürzte sich und so erhielt der vordere Teil
des Körpers einen röhrenförmigen Rumpf, der
ihn mit minimalem Widerstand durchs Wasser gleiten ließ,
und die Vorderbeine nahmen die Form von Flossen an. Da die
äußeren Ohren nun nicht mehr notwendig waren, veränderten
sich auch die Gehörorgane. Wale begannen, Töne direkt
durch den Unterkiefer wahrzunehmen, und sie durch besondere
Fettkissen zum inneren Ohr zu leiten. Mit jeder weiteren Generation
perfektionierte sich die Stromlinienform ihrer Körper
und sie konnten sich immer weiter von der Küste entfernen.167
Bei näherer Betrachtung dieser Gedankengänge wird
die evolutionistische Denkweise deutlich. Sie sagt, die Bedürfnisse
von Lebewesen veränderten sich entsprechend der Umgebung,
in der sie leben und diese Bedürfnisänderung wird
als "Evolutionsmechanismus" gesehen. Nach dieser
Logik verschwinden nicht mehr benötigte Organe und neue,
nunmehr notwendig gewordene Organe erscheinen aus eigenem
Willen!
Jeder mit nur minimalen Biologiekenntnissen wird wissen,
dass unsere Organe nicht von unseren Bedürfnissen gestaltet
werden. Lamarck's Theorie der Weitergabe erworbener Eigenschaften
an nachfolgende Generationen wird seit ihrer Verkündung
widerlegt, also seit etwa einem Jahrhundert, das ist eine
bekannte Tatsache. Doch evolutionistische Publikationen scheinen
sich noch immer an der Lamarck'schen Denkweise zu orientieren.
Wenn man sich dem nicht anschließt, bekommt man zu hören:
"Nein, wir glauben nicht an Lamarck. Was wir sagen ist,
dass die Naturbedingungen evolutionären Druck auf die
Lebewesen ausüben und dass dadurch die passenden Eigenschaften
ausgewählt werden, deswegen entwickeln sich die Arten."
Doch genau hier liegt der springende Punkt: Was die Evolutionisten
"evolutionären Druck" nennen, kann nicht dazu
führen, das Lebewesen sich von selbst neue Eigenschaften
entsprechend ihrer Bedürfnisse zulegen. Denn die beiden
so genannten evolutionären Mechanismen, natürliche
Selektion und Mutation, die angeblich diesem Druck unterliegen,
können keine neuen Organe für Tiere hervorbringen.
* Natürliche Selektion kann nur Eigenschaften auswählen,
die bereits existieren, sie kann keine neuen Eigenschaften
erzeugen.
* Mutationen können dem Genom keine neuen Informationen
hinzufügen, sie können nur existierende Informationen
zerstören. Noch niemals konnte eine Mutation beobachtet
werden, die dem Genom eine eindeutig neue, sinnvolle Information
hinzugefügt hätte, und dadurch ein neues Organ oder
eine neue biochemische Struktur ermöglicht hätte.
Wenn wir das vom National Geographic in die Welt gesetzte
Märchen der sich unbeholfen bewegenden Wale einmal mehr
im Licht dieser Fakten betrachten, dann sehen wir, dass das
Magazin in Wirklichkeit einen eher primitiven Lamarckismus
verbreitet. Der National Geographic Autor Douglas H. Chadwick
hat versucht, "sich vorzustellen", "mit jeder
weiteren Generation perfektionierte sich die Stromlinienform
ihrer Körper." Wie hätte die morphologische
Veränderung einer Art über Generationen in eine
ganz bestimmte Richtung vor sich gehen sollen? Damit dies
hätte passieren können, hätte jede Generation
dieser Art durch Mutationen ihre Beine verkürzen müssen,
diese Mutationen hätten dem Tier keinen Schaden zufügen
dürfen, die Mutanten hätten einen Vorteil gegenüber
normalen Tieren haben müssen, die nächsten Generationen
hätten durch einen riesigen Zufall an genau der gleichen
Stelle im genetischen Code dieselben Mutationen durchmachen
müssen, all das hätte über viele Generationen
so weiterlaufen müssen und zwar zufallsgesteuert und
mit völlig fehlerlosen Ergebnissen.
Wenn die Autoren des National Geographic dies tatsächlich
glauben, dann werden sie auch jemandem glauben, der sagt:
"Meine Familie liebt es, zu fliegen. Mein Sohn mutierte
und entwickelte so etwas ähnliches wie Vogelfedern unter
seinen Armen. Mein Enkel wird auf dieselbe Weise mutieren
und die Zahl der Federn wird zunehmen. Dies wird über
viele Generationen andauern und später werden meine Nachkommen
Flügel haben und fliegen können." Beide Vorstellungen
sind gleichermaßen lächerlich.
Wie wir zu Beginn erwähnt haben, pflegen Evolutionisten
den Aberglauben, dass die Bedürfnisse der Lebewesen von
einer magischen Naturkraft erfüllt werden. Der Natur
Bewusstsein zuzuschreiben, ein Glaube, auf den man in animistischen
Kulturen trifft, taucht interessanterweise im 21. Jahrhundert
unter dem Mantel der Wissenschaft wieder auf. Henry Gee, Herausgeber
von Nature, und unbestritten ein prominenter Evolutionist,
weist auf dieselbe Tatsache hin und gesteht ein, die Erklärung
des Ursprungs der Organe mit ihrer vermeintlichen Notwendigkeit
sei, als wenn man sagte:
... unsere Nasen wurden gemacht, um Brillen
zu tragen, also tragen wir Brillen. Genau so aber argumentieren
evolutionistische Biologen, wenn sie Strukturen im Sinne von
Anpassung an aktuelle Bedürfnisse interpretieren. Sie
übersehen dabei, dass aktuelle Bedürfnisse uns nichts
sagen darüber, wie sich eine Struktur entwickelte oder
wie die Evolutionsgeschichte einer Struktur aussehen und Eigenschaften
dieser Struktur selbst beeinflusst haben könnte.168
  
167
Douglas H. Chadwick, "Evolution of Whales," National Geographic,
November 2001, p. 69.
168 Henry Gee, In Search Of Deep Time: Beyond
The Fossil Record To A New History Of Life, The Free Press,
A Division of Simon & Schuster Inc., 1999, p. 103.
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