Fossilienreste
des ausgestorbenen Säugetiers Pakicetus inachus tauchten
das erste Mal 1983 auf. P. D. Gingerich und seine Assistenten,
die das Fossil fanden, zögerten nicht, sofort zu behaupten,
es handele um einen "primitiven Wal", obwohl sie
tatsächlich nur einen Schädel gefunden hatten.
Das Fossil hat jedoch mit einem Wal absolut nichts zu tun.
Sein Skelett erwies sich als das eines Vierbeiners, ähnlich
dem des gemeinen Wolfs. Es wurde in einer eisenerzreichen
Region gefunden, die voller Fossilien von Landbewohnern war,
es fanden sich Schnecken, Schildkröten und Krokodile.
Die Region war also terrestrisch gewesen, nicht aquatisch.
Weshalb aber wurde dann ein vierbeiniger Landbewohner als
primitiver Wal bezeichnet und warum wird er noch heute von
Publikationen wie dem National Geographic als solcher präsentiert?
Das Magazin gibt die folgende Antwort:
Was bewegt Wissenschaftler dazu,
eine Kreatur zu einem Wal zu erklären? Es ist die Gesamtheit
vieler subtiler Hinweise - Die Anordnung der Backenzahnkronen,
die Biegung eines Mittelohrknochens und die Position der
Ohrknochen im Schädel finden sich so bei keinem anderen
Landsäuger, sondern ist ein einzigartiges Merkmal der
späteren Wale des Eozän.160
Mit anderen Worten, aufgrund von paar Details an Zähnen
und Ohrknochen sieht sich das National Geographic in der Lage,
diesen vierbeinigen, wolfsähnlichen Landbewohner als
laufenden Wal zu beschreiben. Diese Merkmale sind jedoch keineswegs
zwingende Beweise, auf denen man eine Verbindung zwischen
Pakicetus und dem Wal begründen könnte:
* National Geographic sagt mit der Formulierung "die
Gesamtheit vieler subtiler Hinweise" indirekt auch, dass
einige dieser Merkmale auch bei landbewohnenden Tieren zu
finden sind.
* Keine der fraglichen Eigenschaften stellt irgendeinen Beweis
dar für eine evolutive Beziehung.
Entstellende Rekonstruktionen
des National Geographic
 |
Paläontologen
glauben, Pakicetus sei ein vierbeiniges Säugetier
gewesen. Die Skelettstruktur (oben), publiziert
im Magazin Nature, zeigt dies deutlich. Die Rekonstruktion
des Pakicetus (mitte) von Carl Buell, die darauf
basiert, ist demnach realistisch. |
 |
National Geographic
zog es jedoch vor, ein Bild eines schwimmenden
Pakicetus (unten) zu zeigen, um das Tier als "laufenden
Wal" darstellen zu können und bei den
Lesern diese Vorstellung zu erzwingen. Die Widersprüche
in dem Bild sind offensichtlich: Das Tier wurde
"schwimmend" dargestellt. Seine Hinterbeine
strecken sich rückwärts und sollen so
den Eindruck von Flossen vermitteln. |
 |
Die "Rekonstruktion"
des Pakicetus im National Geographic |
 |
Ambulocetus im
National Geographic: Die Hinterbeine des Tieres
werden nicht mit Füßen zum Laufen dargestellt,
sondern mit Schwimmflossen. Carroll, der die Beinknochen
des Tieres untersuchte, sagte jedoch, es habe
die Fähigkeit besessen, sich kraftvoll an
Land zu bewegen. |
 |
Der wirkliche
Ambulocetus: Die Beine sind Beine, keine Flossen,
und es gibt keine Schwimmhäute zwischen seinen
Zehen, wie sie das National Geographic großzügig
hinzugefügt hatte.(Darstellung aus Carroll,
Patterns and Processes of Vertebrate Evolution,
S. 335) |
|
Selbst Evolutionisten geben zu, dass die
meisten theoretischen Beziehungen, die auf der Basis ähnlicher
Anatomie von Tieren angenommen werden können, sehr wenig
vertrauenswürdig sind. Wenn der tasmanische Beutelwolf
und der gemeine Wolf beide seit langer Zeit ausgestorben wären,
würden Evolutionisten sie in dieselbe Klassifizierungskategorie
einordnen und sie zu sehr nahen Verwandten erklären.
Wir wissen aber, dass beide Tiere, obwohl verblüffend
ähnlich, im angenommenen evolutionären Stammbaum
weit voneinander entfernt sind. Ihre Ähnlichkeit weist
auf gemeinsames Design in der Schöpfung hin, nicht auf
gemeinsame Abstammung. Pakicetus, für Evolutionisten
der "laufende Wal", war eine eigene Art. Wirbeltier-Paläontologe
Robert Carroll beschreibt die Mesonyziden Familie, zu der
Pakicetus gehört, als Familie, "die eine sonderbare
Kombination von Merkmalen aufweist."161
In seinem Artikel "Der Ausverkauf der Wal-Evolution"
beschreibt der kreationistische Autor Ashby L. Camp, warum
die Mesonyziden niemals die Vorfahren von Archaeocetea, den
ausgestorbenen Walen, gewesen sein können:
Der Grund, warum Evolutionisten
trotz ihrer Unfähigkeit, die Abstammung irgendeiner
heutigen Art nachzuweisen, so zuversichtlich sind, Mesonyziden
seien die Vorfahren der Archaeoceten gewesen, liegt darin,
dass beide einige Ähnlichkeiten aufweisen. Diese reichen
aber bei weitem nicht aus, um hier eine Abstammung annehmen
zu können, besonders wenn man die immensen Unterschiede
bei Licht betrachtet. Die subjektive Natur solcher Vergleiche
wird offensichtlich, wenn man sich daran erinnert, wie viele
Gruppen von Säugetieren und sogar Reptilien bisher
schon als Vorfahren der Wale herhalten mussten.162
Das zweite Fossil nach Pakicetus im Szenario der Walabstammung
ist Ambulocetus natans, ein Landbewohner, bei dem Evolutionisten
darauf beharren, er habe sich zu einem Wal gewandelt.
Der Name Ambulocetus natans stammt von den lateinischen Vokabeln
ambulare = laufen, cetus = Wal und natans = schwimmend und
bedeutet "laufender und schwimmender Wal". Es ist
klar, dass das Tier laufen konnte, denn es hatte wie alle
anderen Säugetiere vier Beine und darüber hinaus
breite Klauen an den Füßen. Doch abgesehen von
der vorgefassten Meinung der Evolutionisten gibt es keinerlei
Anhaltspunkte für die Behauptung, es habe im Wasser gelebt
oder wie ein Amphibium an Land und im Wasser.
Nach Pakicetus und Ambulocetus wendeten sich die Evolutionisten
den Meeressäugern zu und konzentrierten sich auf Arten
wie Procetus, Rodhocetus, und Archaeocetea. Sie alle sind
heute ausgestorben. Wir werden später darauf zurückkommen.
Zwischen ihnen, Pakicetus und Ambulocetus gibt es erhebliche
anatomische Unterschiede. Wenn wir die Fossilien betrachten,
wird klar, dass es keine "Übergangsformen"
sind, die miteinander verbunden sind.
Die Wirbelsäule des vierbeinigen Säugers Ambulocetus
endet an der Hüfte und von ihr gehen die kraftvollen
Hinterbeine aus. Es ist eine typische Anatomie für ein
Landsäugetier. Bei Walen verläuft die Wirbelsäule
bis in den Schwanz hinein und Hüftknochen haben sie überhaupt
nicht. Der Basilosaurus zum Beispiel, von dem angenommen wird,
dass er mehr als 10 Millionen Jahre älter ist als Ambulocetus,
hat eine solche Anatomie. Anders gesagt, er ist ein typischer
Wal. Es gibt keine Übergangsform zwischen Ambulocetus,
einem typischen Landsäuger und Basilosaurus, einem typischen
Wal.
Unterhalb des Rückrats von Basilosaurus
und des Spermwals befinden sich unabhängige kleine Knochen.
National Geographic behauptet, dies seien verkümmerte
Beine. Doch dasselbe Magazin erwähnt, diese Knochen hätten
tatsächlich eine andere Funktion gehabt. "Beim Basilosaurus
waren diese Knochen als Kopulationsorgan ausgeprägt und
beim Spermwal haben sie als Anker für die Genitalmuskulatur
gedient."163 Diese Knochen, die
in Wahrheit wichtigen Funktionen dienen, als verkümmert
zu bezeichnen, ist nichts als ein darwinistisches Vorurteil.
Trotz aller evolutionistischen Propaganda
ändert sich nichts an den Tatsachen, dass es zwischen
Land- und Meeressäugern keine Übergangsformen gab
und dass beide mit voll ausgeprägten Eigenschaften auftauchten.
Es gibt keine evolutive Verbindung. Carroll akzeptiert das,
wenn auch widerstrebend und in der Sprache der Evolutionisten:
"Es ist nicht möglich, eine Folge von Mesonyziden
zu identifizieren, die direkt zu den Walen führen würde."164
Obwohl selbst Evolutionist, unterstützt
der berühmte russische Wal Experte G. A. Mchedlidse die
Beschreibung von Pakicetus, Ambulocetus natans und ähnlichen
vierbeinigen Tieren als Vorfahren der Wale nicht, sondern
hält sie für eine vollständig isolierte Gruppe.165
  
160
Douglas H. Chadwick, "Evolution of Whales," National Geographic,
November 2001, p. 68. 
161 Robert L. Carroll, Patterns
and Process of Vertebrate Evolution, Cambridge University
Press, 1998, p.329. 
162 Ashby L. Camp, "The Overselling
of Whale Evolution," Creation Matters, a newsletter published
by the Creation Research Society, May/June 1998.
163 Douglas H. Chadwick,
"Evolution of Whales," National Geographic, November 2001,
p. 73.
164 Robert L. Carroll, Patterns
and Processes of Vertebrate Evolution, Cambridge University
Press, 1998, p. 329.
165 G. A. Mchedlidze, General
Features of the Paleobiological Evolution of Cetacea, trans.
from Russian (Rotterdam: A. A. Balkema, 1986), p. 91. |