Eines der interessantesten
Tiere in der Klasse der Säugetiere ist ohne Zweifel das
fliegende Säugetier, die Fledermaus.

Das Sonarsystem der Fledermäuse ist empfindlicher
und effizienter als irgendein bisher vom Menschen konstruiertes
Sonarsystem |
Ganz oben auf der Liste der besonderen Eigenschaften der
Fledermäuse steht ihr Sonarsystem, dass ihnen ermöglicht,
in völliger Dunkelheit zu fliegen und die kompliziertesten
Manöver auszuführen, ohne irgendetwas sehen zu können.
Sie können sogar eine Raupe auf dem Boden eines dunklen
Raumes orten und ergreifen.
Das Fledermaus-Sonar arbeitet folgendermaßen: Das Tier
sendet ständig eine kontinuierliche Folge von Ultraschall-Tönen
aus und macht sich anhand der von den in seiner Nähe
befindlichen Objekten zurückgeworfenen Echos ein detailliertes
Bild seiner Umgebung. Dies ist ein permanenter Vorgang, der
ohne jede Störung abläuft, während es zielsicher
durch die Luft fliegt.
Die Erforschung des Fledermaussonars ergab überraschende
Resultate. Der Frequenzbereich, den das Tier wahrnehmen kann,
ist sehr schmal, es kann also nur ganz bestimmte Töne
hören. Dies sollte eigentlich ein Problem sein für
die Fledermaus. Ein von einem sich bewegenden Körper
zurückgeworfenes Tonsignal ändert seine Frequenz
aufgrund des bekannten Doppler-Effekts. Wenn nun der von einer
Fledermaus ausgesendete Ton beispielsweise auf eine sich von
ihr weg bewegende Fliege trifft, so hat das die Fledermaus
erreichende Echo des Tons eine tiefere Frequenz als der Originalton,
sodass das Tier dieses Echo nicht wahrnehmen kann. Daher sollte
man annehmen dürfen, dass die Fledermaus allergrößte
Schwierigkeiten haben müsste, sich bewegende Körper
zu orten.
Dies ist jedoch nicht der Fall. Die Fledermaus fängt
alle möglichen kleine, sich schnell bewegende Insekten
ohne jede Anstrengung. Sie ändert einfach die Frequenz
der ausgesendeten Töne, als wüsste sie über
den Doppler-Effekt Bescheid. So sendet sie zum Beispiel das
höchste ihr zur Verfügung stehende Tonsignal in
Richtung einer sich von ihr wegbewegenden Fliege, sodass die
Frequenz des zurückgeworfenen Echos nicht unterhalb des
für die Fledermaus wahrnehmbaren Grenzwertes liegt.

Das älteste bekannte Fledermaus-Fossil, gefunden
in Wyoming/USA. Obwohl 50 Millionen Jahre alt, ist keinerlei
Unterschied zwischen dem Fossil und heute lebenden Fledermäusen
zu erkennen |
Wie aber funktioniert dieser Regelmechanismus?
Es gibt zwei Gruppen von Neuronen (Nervenzellen mit der Fähigkeit,
elektrochemische Signale zu erzeugen) im Gehirn der Fledermaus,
die das Sonarsystem kontrollieren. Die eine empfängt
die Ultraschallechos, die andere steuert die Muskulatur, die
die auszusendenden Töne erzeugt. Diese Hirnregionen sind
miteinander rückgekoppelt. Wenn eine Empfangsfrequenz
sich ändert, nimmt die erste Hirnregion dies wahr und
informiert die zweite Hirnregion über die Frequenzänderung.
Daraufhin regelt die zweite Region die Sendefrequenz entsprechend
der veränderten Empfangsfrequenz nach. Auf diese Weise
ändert sich die Tonhöhe der ausgesendeten Ultraschallsignale
entsprechend der sich verändernden Umgebung und ermöglicht
den effizientesten Einsatz dieses Sonarsystems.
Man kann unmöglich so blind sein, nicht zu sehen, dass
das Sonarsystem der Fledermaus die Theorie der graduellen
Evolution durch zufällige Mutationen vollständig
ad absurdum führt. Es handelt sich um eine extrem komplexe
Struktur, die unmöglich mit Zufallsmutationen erklärt
werden kann. Damit das System überhaupt funktionieren
kann, müssen alle seine Komponenten als Ganzes perfekt
zusammenarbeiten. Es ist absurd zu glauben, ein so hoch integriertes
System könne zufällig entstanden sein. Es zeigt
nämlich im Gegenteil, dass es makellos erschaffen wurde.
Tatsächlich bestätigt auch der Fossilienbestand,
dass Fledermäuse plötzlich auftauchten und zwar
schon mit den heutigen komplexen anatomischen Strukturen.
In ihrem Buch Bats: A Natural History (Fledermäuse: eine
Naturgeschichte), offenbaren die evolutionistischen Paläontologen
John E. Hill und James D. Smith diese Tatsache in Form des
folgenden Eingeständnisses:
Der Fossilienbestand der Fledermäuse
reicht zurück bis ins frühe Eozän ...und
ist dokumentiert worden ...auf fünf Kontinenten ...alle
Fledermaus-Fossilien waren ganz klar voll entwickelte Fledermäuse,
und so werfen sie denn nur wenig Licht auf ihre Abstammung
von ihren am Boden lebenden Vorfahren.157
Der evolutionistische Paläontologe L. R. Godfrey sagt
zum selben Thema folgendes:
Es gibt einige bemerkenswert gut
erhaltene Fledermaus-Fossilien aus dem frühen Tertiär
wie Icaronycteris index, doch Icaronycteris sagt uns nichts
über die Evolution des Fluges der Fledermäuse,
weil er eine perfekt fliegende Fledermaus war.158
Der evolutionistische Wissenschaftler Jeff Hecht gibt dasselbe
Problem in einem Artikel im New Scientist von 1998 zu:
Die Herkunft der Fledermäuse
ist ein Puzzle gewesen. Selbst die ältesten Fledermausfossilien
von vor über 50 Millionen Jahren haben Flügel,
die denen der modernen Fledermäuse fast genau ähneln.159
Kurz, die komplexen biologischen Systeme der Fledermäuse
können nicht durch Evolution entstanden sein, und der
Fossilienbestand zeigt, dass dies auch nicht geschehen ist.
Die ersten Fledermäuse der Welt waren genau dieselben
wie die von heute. Fledermäuse sind immer Fledermäuse
gewesen und nie etwas anderes.
  
157
John E. Hill, James D Smith, Bats: A Natural History, British
Museum of Natural History, London, 1984, p. 33. (emphasis
added)
158 L. R. Godfrey, "Creationism
and Gaps in the Fossil Record," Scientists Confront Creationism,
W. W. Norton and Company, 1983, p. 199.
159 Jeff Hecht, "Branching
Out," New Scientist, 10 October 1998, vol. 160, no. 2155,
p. 14. |