Die Herkunft der Insekten

Im Zusammenhang mit der Herkunft der Vögel haben wir die Lauftheorie erwähnt, die von evolutionistischen Biologen vorgeschlagen wird. Wie wir an dieser Stelle klar gemacht haben, beinhaltet die Antwort auf die Frage, wie den Reptilien Flügel gewachsen sind, die Spekulation darüber, sie hätten "versucht, mit ihren Vorderfüßen Insekten zu fangen". Nach dieser Theorie entwickelten sich die Vorderbeine der Reptilien auf der Jagd nach Insekten mit der Zeit langsam zu Flügeln.

Wir haben bereits ausgeführt, dass diese Theorie auf keinerlei wie auch immer gearteten wissenschaftlichen Entdeckungen beruht. Doch es gibt noch eine andere interessante Seite an ihr, die wir noch nicht angesprochen haben. Fliegen können bereits fliegen. Wie sind sie also zu ihren Flügeln gekommen? Allgemein gefragt, woher kommen die Insekten, von denen Fliegen nur eine einzige Klasse sind?


Es gibt keinen Unterschied zwischen diesem 320 Millionen Jahre alten Kakerlaken-Fossil und lebenden Kakerlaken.

In der Klassifizierung der Lebewesen bilden die Insekten eine Unterabteilung der der Abteilung Arthropoden (Gliederfüßler). Das bisher älteste Insektenfossil stammt aus dem Devon-Zeitalter von vor 410 bis 360 Millionen Jahren. Im darauf folgenden pennsylvanischen Zeitalter von vor 325 bis 286 Millionen Jahren tauchte eine große Zahl verschiedener Insektenarten auf. Zum Beispiel sind die Kakerlaken ganz plötzlich da und zwar mit derselben Anatomie, die sie noch heute haben. Betty Faber vom Amerikanischen Museum für Naturgeschichte berichtet, dass die 350 Millionen Jahre alten versteinerten Kakerlaken die gleichen sind wie die, die heute leben.142 Kreaturen wie Spinnen, Zecken und Tausendfüssler sind keine Insekten, sondern gehören zu anderen Unterabteilungen der Arthropoden. Wichtige Fossilienfunde dieser Kreaturen wurden 1983 auf dem Jahrestreffen der Amerikanischen Vereinigung für den Fortschritt der Wissenschaft bekannt gegeben. Das Interessante an den über 380 Millionen Jahre alten Spinnen-, Zecken- und Tausendfüsslerfossilien ist die Tatsache, dass sie sich überhaupt nicht von den heute lebenden Exemplaren unterscheiden. Einer der Wissenschaftler, der die Fossilien untersuchte, bemerkte, dass "sie aussehen, als seien sie gerade gestern gestorben".143

Auch geflügelte Insekten tauchen plötzlich im Fossilienbestand auf, mit all ihren besonderen Eigenschaften. Zum Beispiel wurde eine große Zahl von Libellenfossilien aus dem pennsylvanischen Zeitalter gefunden. Auch diese Libellen weisen genau dieselbe Anatomie auf, wie ihre Nachfahren heute.


Dieser Acantherpestes major Tausendfüßler, gefunden in Kansas/USA ist mehr als 300 Millionen Jahre alt und unterscheidet sich nicht von heutigen Tausendfüßlern. (rechts) Ein 145 Millionen Jahre altes Fliegen-Fossil, gefunden in Liaoning in China. Es gehört zu derselben Art wie die heutigen Fliegen. (links)


Geflügelte Insekten tauchten urplötzlich im Fossilienbestand auf und sie besaßen von diesem ersten Moment an dieselben perfekten Strukturen wie heute. Dieses 320 Millionen Jahre alte Libellenfossil (oben) ist das älteste bekannte Exemplar und unterscheidet sich überhaupt nicht von heute lebenden Libellen. Es hat keine "Evolution" stattgefunden.

Libellen und Fliegen tauchen sehr plötzlich auf, zusammen mit flügellosen Insekten. Das widerlegt die Theorie, flügellose Insekten hätten Flügel ausgebildet und sich Schritt für Schritt zu fliegenden Insekten entwickelt. In einem Kapitel ihres Buches Biomechanik in der Evolution, schreiben Robin Wootton und Charles P. Ellington dazu folgendes:

Als in der mittleren und jüngeren Karbonzeit die ersten Insektenfossilien auftauchen, sind es unterschiedliche, und die meisten haben voll ausgebildete Flügel. Es gibt ein paar primitivere flügellose Formen, doch es sind keine überzeugenden Übergangsformen bekannt. 144

Ein Hauptcharakteristikum der Fliegen ist ihre bewundernswerte, verblüffende Flugtechnik. Während der Mensch seine Arme nicht einmal 10 Mal pro Sekunde auf und ab bewegen kann, bringt es eine durchschnittliche Fliege auf 500 Flügelschläge pro Sekunde, und sie bewegt beide Flügel simultan. Die kleinste Asymmetrie beim Flügelschlag ließe die Fliege die Balance verlieren, doch dies geschieht nie.

In seinem Beitrag "Der mechanische Aufbau von Fliegenflügeln" führt Wootton weiter aus:

Je besser wir die Funktion der Insektenflügel verstehen, umso feiner und wunderbarer erscheinen sie uns... Bauteile werden traditionell so ausgelegt, dass sie einer möglichst geringen Deformation unterliegen, Mechanismen werden so ausgelegt, dass sie Bestandteile in vorhersehbarer Weise bewegen. Insektenflügel kombinieren beides miteinander, sie verfügen über hochelastische Komponenten, die auf die eleganteste Art und Weise zusammengefügt sind, um erforderliche Deformationen unter entsprechender Krafteinwirkung zu ermöglichen und somit das Medium Luft optimal nutzen zu können. Es gibt fast keine Parallelen dazu in der Technik.145

Natürlich kann das plötzliche Auftauchen von Lebewesen mit solch perfektem Design nicht evolutionistisch erklärt werden. Deswegen sagt Pierre-Paul Grassé: "Was den Ursprung der Insekten angeht, tappen wir in Dunkeln."146 Es ist völlig klar, dass der Ursprung der Insekten in der Schöpfung liegt.

142 M. Kusinitz, Science World, 4 February, 1983, p. 19.
143 San Diego Union, New York Times Press Service, 29 May, 1983; W. A. Shear, Science, vol. 224, 1984, p. 494. (emphasis added)
144 R. J. Wootton, C. P. Ellington, "Biomechanics & the Origin of Insect Flight," Biomechanics in Evolution, ed. J. M. V. Rayner & R. J. Wootton, Cambridge University Press, Cambridge, 1991, p. 99.
145 Robin J. Wootton, "The Mechanical Design of Insect Wings," Scientific American, vol. 263, November 1990, p. 120. (emphasis added)
146 Pierre-P Grassé, Evolution of Living Organisms, Academic Press, New York, 1977, p. 30. (emphasis added)

 
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