Zwei
wichtige Punkte, auf denen evolutionistische Biologen herumreiten,
wenn sie behaupten, Archäopteryx sei eine Übergangsform
gewesen, sind die Klauen an seinen Flügeln und ihre Zähne.
Es ist wahr, dass Archäopteryx Zähne und Klauen
hatte, doch diese Eigenschaften implizieren nicht automatisch
eine Verwandtschaft mit Reptilien. Im übrigen gibt es
zwei heute lebende Vogelarten, Touraco und Hoatzin, die über
Klauen verfügen, mit denen sie sich an Zweigen festhalten.
Diese Kreaturen sind Vögel und nichts anderes, sie haben
keinerlei Reptilieneigenschaften. Daher ist es völlig
haltlos, darauf zu bestehen, Archäopteryx nur wegen seiner
Klauen an den Flügeln als eine Übergangsform zu
bezeichnen.
Auch die Zähne im Schnabel des Archäopteryx implizieren
keineswegs, dass er eine Übergangsform ist. Evolutionisten
liegen falsch, wenn sie behaupten, diese Zähne seien
charakteristisch für Reptilien, denn Zähne sind
kein typisches Merkmal für Reptilien. Manche heute lebenden
Reptilien haben Zähne, andere nicht. Archäopteryx
ist Außerdem nicht die einzige Vogelart, die Zähne
besaß. Es stimmt zwar, dass es heute keine Vögel
mit Zähnen mehr gibt, doch wenn wir den Fossilienbestand
anschauen, sehen wir, dass zu Lebzeiten von Archäopteryx
und danach - sogar bis vor kurzem - eine ganze Gruppe verschiedener
Vogelarten existiert hat, die Zähne aufwies.
Der
wichtigste Punkt aber ist, dass die Zahnanatomie von Archäopteryx
und anderen "Zahnvögeln" völlig abweicht
von der ihrer so genannten Vorfahren, den Sauriern. Die bekannten
Ornithologen L. D. Martin, J. D. Stewart, und K. N. Whetstone
beobachteten, dass Archäopteryx und ähnliche Vögel
ungezackte Zähne mit schmalen Zahnhälsen und ausgedehnten
Wurzeln haben. Die Zähne der theropodischen Saurier hingegen,
der angeblichen Vorfahren dieser Vögel, hatten gezackte
Zähne mit geraden Wurzeln.127 Die
Forscher verglichen auch die Fußknochen des Archäopteryx
mit denen der Saurier und fanden keinerlei Ähnlichkeit
zwischen ihnen.128

Wie der Archäopteryx hat der Vogel Opisthocomus
hoazin, der heute lebt, klauenähnliche Nägel
an den Flügeln. |
Studien von Anatomen wie S. Tarsitano, M.K. Hecht, und A.D.
Walker haben ergeben, dass manche Ähnlichkeiten, die
John Ostrom und andere bei den Gliedmassen von Archäopteryx
und Sauriern gesehen haben, in Wahrheit Fehlinterpretationen
waren.129 Zum Beispiel analysierte A.D:
Walker die Ohrregion von Archäopteryx und fand heraus,
dass sie derjenigen moderner Vögel sehr ähnlich
ist.130
J. Richard Hinchliffe, vom Institut für
biologische Wissenschaften an der Universität von Wales
studierte die Anatomie von Vögeln und deren angeblichen
Vorfahren mit Hilfe moderner Isotopen-Techniken und entdeckte,
dass Saurier an den Vorderpfoten die drei Finger I, II und
III aufweisen, während es bei Vogelflügeln die II,
III und IV sind. Dies stellt ein großes Problem dar
für die Befürworter der Archäopteryx-Saurier
Verbindung.131 Hinchliffe veröffentlichte
seine Studien 1997 in Science, wo er schrieb:
Zweifel an der Homologie zwischen theropodischen und
Vogelfingern erinnern uns an einige der anderen Probleme
der "Saurierursprungs"-Hypothese. Es sind die
folgenden: (i) Die viel kleineren (relativ zur Körpergröße)
theropodischen vorderen Gliedmassen im Vergleich zum Archäopteryxflügel.
Solch kleine Gliedmassen können nicht überzeugen
als Herkunft der Flugfähigkeit der relativ schweren
Saurier. (ii) Die bei Theropoden seltenen halbmondförmigen
Handgelenkknochen, die nur bei vier Arten bekannt sind (einschließlich
dem Deinonychus). Die meisten Theropoden haben relativ viele
Handgelenk-Elemente, die schwer mit denen von Archäopteryx
zu homologisieren sind. (iii) Das Zeitparadoxon, dass die
meisten theropodischen Saurier und besonders die vogelähnlichen
Dromäosaurier erst sehr viel später im Fossilienbestand
auftauchen als Archäopteryx.
Wie Hinchliffe bemerkt, ist das Zeitparadoxon
einer der Fakten, der die evolutionistischen Behauptungen
über Archäopteryx obsolet macht. Der bereits im
ersten Kapitel erwähnte amerikanische Molekularbiologe
Jonathan Wells schreibt in Ikonen der Evolution dass Archäopteryx
zu einer Ikone der Evolutionstheorie gemacht worden ist, obwohl
es klare Beweise dafür gibt, dass er nicht der primitive
Vorfahr der Vögel ist. Wie soll dies auch möglich
sein, wenn theropodische Saurier - die angeblichen Vorfahren
- jünger sind als Archäopteryx? "Zweibeinige
Reptilien, die auf dem Boden umherliefen und noch andere Eigenschaften
hatten, die man von einem Vorfahren des Archäopteryx
erwarten dürfte, erscheinen erst später.132
All diese Erkenntnisse weisen darauf hin, dass Archäopteryx
keine Übergangsform war, sondern nur ein Vogel, den man
in die Kategorie "Zahnvögel" einordnen muss.
Dieses Tier mit theropodischen Sauriern in Verbindung bringen
zu wollen, ist völlig unsinnig. In einem Artikel überschrieben
mit "Der Untergang der Vögel sind Dinosaurier"
Theorie schreibt der amerikanische Biologe Richard L. Deem
über Archäopteryx und die Behauptung der Vogel-Saurier
Evolution:
Die Ergebnisse jüngerer Studien
zeigen, dass die Pfoten der theropodischen Saurier sich
aus den Fingern I II und III herleiten, während sich
die Vogelflügel, obwohl sie strukturell ähnlich
aussehen, sich aus den Fingern II, III und IV herleiten...
Es gibt noch weitere Probleme mit der "Vögel sind
Saurier" Theorie. Die theropodischen Vordergliedmassen
sind wesentlich kleiner (relativ zur Körpergröße)
als die des Archäopteryx. Der kleine Flügelvorläufer
des Theropoden ist nicht sehr überzeugend, besonders
wenn man das hohe Gewicht dieser Saurier in Betracht zieht.
Der großen Mehrheit der Theropoden fehlt der halbmondförmige
Handgelenkknochen und sie haben eine hohe Zahl anderer Handgelenkelemente,
die keine Homologie mit den Archäopteryxknochen aufweisen.
Außerdem tritt bei fast allen Theropoden der Nerv
V1 seitlich zusammen mit anderen Nerven aus dem Schädelknochen
aus, während er bei Vögeln durch eine eigene Öffnung
aus der Vorderseite des Schädels austritt. Weiterhin
gibt es das kleine Problem, dass die große Mehrheit
der Theropoden erst nach dem Auftauchen von Archäopteryx
erscheint.133
  
127
L. D. Martin, J. D. Stewart, K. N. Whetstone, The Auk, vol.
97, 1980, p. 86.
128 L. D. Martin, J. D. Stewart,
K. N. Whetstone, The Auk, vol. 97, 1980, p. 86; L. D. Martin,
"Origins of the Higher Groups of Tetrapods", Ithaca, Comstock
Publishing Association, New York, 1991, pp. 485-540.
129 S. Tarsitano, M. K. Hecht,
Zoological Journal of the Linnaean Society, vol. 69, 1980,
p. 149; A. D. Walker, Geological Magazine, vol. 117, 1980,
p. 595.
130 A.D. Walker, as described
in Peter Dodson, "International Archaeopteryx Conference,"
Journal of Vertebrate Paleontology 5(2):177, June 1985.
131 Richard Hinchliffe, "The
Forward March of the Bird-Dinosaurs Halted?," Science, vol.
278, no. 5338, 24 October 1997, pp. 596-597.
132 Jonathan Wells, Icons
of Evolution, Regnery Publishing, 2000, p. 117
133
Richard L. Deem, "Demise of the 'Birds are Dinosaurs' Theory,"http://www.yfiles.com/dinobird2.html. |