Vor mehr
als 140 Jahren brachte Darwin das folgende Argument vor: "Im
Moment haben wir noch keine Übergangsformen, doch weitere
Forschung wird sie entdecken." Ist dieses Argument heute
noch gültig? Anders gefragt: Wenn wir die Schlussfolgerungen
betrachten, die aus dem gesamten Fossilienbestand gezogen
wurden, sollten wir dann akzeptieren, dass es niemals Übergangsformen
gegeben hat, oder sollten wir die Ergebnisse weiterer Forschungen
abwarten?
Die Fülle des existierenden
Fossilienbestandes wird diese Frage sicherlich beantworten.
Wenn wir auf die Entdeckungen der Paläontologie schauen,
finden wir einen großen Reichtum an Fossilien. Milliarden
Fossilien wurden entdeckt, überall auf der Welt.48
Auf diesen Fossilien basierend wurden 250000 gesonderte Arten
identifiziert, und diese haben eine verblüffende Ähnlichkeit
mit den 1,5 Millionen heute auf der Erde lebenden Arten.49
(Von diesen 1,5 Millionen Arten sind 1 Million Insekten.)
Trotz der Fülle von Fossilien ist nicht eine einzige
Übergangsform entdeckt worden, und es ist eher unwahrscheinlich,
dass Übergangsformen durch neue Ausgrabungen gefunden
werden.
Ein Professor für Paläontologie an der Universität
Glasgow, T. Neville George gab diese Tatsache vor Jahren zu:
Man kann sich nicht mehr länger
mit dem ärmlichen Fossilienbestand entschuldigen. In
gewisser Weise ist er fast nicht mehr zu überblicken
und Neuentdeckungen finden schneller statt, als sie katalogisiert
werden können... Trotzdem besteht der Fossilienbestand
auch weiterhin vorwiegend aus Lücken.50
Auch Niles Eldridge, berühmter Paläontologe und
Kurator des Amerikanischen Museums für Naturgeschichte,
erklärt die Ungültigkeit von Darwins Behauptung,
die Unzulänglichkeit des Fossilienbestandes sei der Grund,
warum noch keine Übergangsformen gefunden werden konnten:
Der Bestand steigt sprunghaft an,
und alle Beweisstücke zeigen, dass der vorhandene Bestand
die Wirklichkeit repräsentiert: Die Lücken
die wir sehen, spiegeln die realen Ereignisse in der Geschichte
des Lebens und sind nicht etwa Beleg für einen unzulänglichen
Fossilienbestand.51
KEINE VERÄNDERUNG BEIM
FOSSILIENBESTAND
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| Fossil einer Hufeisenkrabbe aus dem ordovizischen
Zeitalter. Das 450-Millionen Jahre alte Fossil unterscheidet
sich nicht von den heute lebenden Exemplaren. |
Ein 100-150 Millionen Jahre altes Fossil
eines Seesterns |
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| Ammoniten tauchten vor
über 350 Millionen Jahren auf und starben vor 65
Millionen Jahren aus. Die Struktur, die an dem oben abgebildeten
Fossil zu sehen ist, änderte sich in den dazwischen
liegenden 300 Millionen Jahren nie. |
1.9 Millionen Jahre altes
Fossil einer Bakterie aus dem westlichen Ontario in Kanada.
Es hat dieselbe Struktur wie heutige Bakterien.
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| Das älteste bekannte
Fossil eines Skorpions, gefunden in East Kirkton in Schottland.
Diese Art, Pulmonoscorpius kirktoniensis, ist 320 Millionen
Jahre alt und sieht nicht anders aus als heutige Skorpione. |
Ein an der baltischen
Küste gefundenes, in Bernstein eingeschlossenes Insektenfossil,
älter als 170 Millionen Jahre. Es unterscheidet sich
nicht von seinen "modernen" Gegenstücken. |
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| Ein 140 Millionen Jahre
altes Libellen-Fossil, gefunden in Bayern. Es ist identisch
mit heute lebenden Libellen. |
35 Million Jahre alte
Fliegen. Sie haben dieselbe Körperstruktur wie heutige
Fliegen.. |
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| Ein 170 Millionen Jahre
altes Krabbenfossil aus dem Jura-Zeitalter. Es weist keinen
Unterschied zu lebenden Krabben auf. |
Austern-Fossilien aus dem ordovizischen
Zeitalter, es gibt keinen Unterschied zu "modernen"
Austern.
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Ein anderer Amerikanischer Wissenschaftler, Robert Wesson,
legt in seinem Buch Beyond Natural Selection (Jenseits der
Natürlichen Auslese) 1991 dar, dass "die Lücken
im Fossilienbestand real sind und eine Bedeutung haben".
Er führt dies folgendermaßen näher aus:
Die Lücken im Bestand stellen jedoch
die Wirklichkeit dar. Die Abwesenheit eines Hinweises auf
irgendeine wichtige Verzweigung ist ganz phänomenal.
Die Arten verharren gewöhnlich ohne Veränderung
für lange Zeiträume, Arten entwickeln sich nur selten
zu einer neuen Art oder Gattung und Gattungen niemals, aber
die Ersetzung der einen durch eine andere und Veränderung
treten mehr oder weniger abrupt auf.52
  
48 Duane
T. Gish, Evolution: Fossils Still Say No, CA, 1995, S. 41.
49 David Day, Vanished Species, Gallery
Books, New York, 1989.
50 T. Neville George, "Fossils in
Evolutionary Perspective", Science Progress, Band 48,
Januar 1960, S. 1, 3. (Hervorhebung wurde hinzugefügt).
51 N. Eldredge and I. Tattersall, The
Myths of Human Evolution, Columbia University Press, 1982,
S. 59. (Hervorhebung wurde hinzugefügt).
52 R. Wesson, Beyond Natural Selection,
MIT Press, Cambridge, MA, 1991, S. 45. |