An Darwins
Prophetie glaubend, haben evolutionistische Paläontologen
seit Mitte des 19. Jahrhunderts auf der ganzen Welt Fossilien
ausgegraben und nach fehlenden Übergangsformen gesucht.
Trotz allergrößter Anstrengungen wurden jedoch
noch keine Übergangsformen entdeckt. Alle ausgegrabenen
Fossilien haben gezeigt, dass im Gegensatz zu den Annahmen
der Evolutionisten das Leben auf der Erde sehr plötzlich
und vollständig entwickelt erschienen ist.
Robert Carroll, ein Experte für die Paläontologie
der Wirbeltiere und überzeugter Evolutionist, muss zugeben,
dass die darwinistische Hoffnung sich durch Fossilienfunde
nicht bestätigt hat:
Trotz der mehr als hundert Jahre
intensiven Sammelns seit der Zeit von Darwins Tod zeigt
der Fossilienbestand nicht das Bild unzähliger Übergangsformen,
die dieser erwartet hatte.41
Ein anderer evolutionistischer Paläontologe, K.S. Thomson,
sagt uns, dass Gruppen neuer Organismen sehr plötzlich
im Fossilienbestand auftauchen:
Wenn eine Hauptgruppe
neuer Organismen aufkommt, und das erste Mal im Fossilienbestand
erscheint, sieht es so aus, als ob sie mit einer Reihe neuer
Eigenschaften kommt, die nicht in verwandten vermeintlichen
Vorfahren vorhanden sind. Diese radikalen Veränderungen
in Morphologie und Funktion scheinen sehr schnell stattzufinden...42
Der Biologe Francis Hitching schreibt in seinem Buch The
Neck of the Giraffe: Where Darwin Went Wrong (Der Hals der
Giraffe: Wo Darwin falsch lag):
Wenn wir Fossilien fänden und Darwins Theorie
richtig war, könnten wir voraussagen, was das Gestein
enthalten sollte: stufenweise veränderte Fossilien,
die von einer bestimmten Art zu einer neuen Art auf einer
höheren Komplexitätsstufe führen. Die kleinen
Verbesserungen bei den Folgegenerationen sollten genauso
konserviert sein, wie die Arten selbst. Doch das ist kaum
jemals der Fall. Tatsächlich trifft das Gegenteil zu,
wie Darwin selbst beklagte: "Zahllose Übergangsformen
müssen existiert haben, warum finden wir sie nicht
in zahlloser Menge in den Schichten der Erdrinde eingebettet?"
Trotzdem meinte Darwin, dass die "extreme Unzulänglichkeit"
des Fossilienbestandes nur eine Frage des Ausgrabens von
mehr Fossilien sein würde. Doch als mehr und mehr Fossilien
ausgegraben wurden, fand man, dass sie nahezu allesamt sehr
nah mit heute lebenden Tieren verwandt sind.43
| |
Der Fossilienbestand
zeigt keine graduelle Entwicklung, wie Darwin sie vorausgesagt
hatte. Die verschiedenen Arten tauchen alle auf einmal
auf, jede mit ihren besonderen, einzigartigen biologischen
Strukturen. |
Der Fossilienbestand zeigt, dass Arten mit völlig verschiedenen
Strukturen plötzlich auftauchen und dass sie über
lange geologische Zeiträume unverändert bleiben.
Stephen Jay Gould, Paläontologe an der Harvard Universität,
gab diese Tatsache das erste Mal in den späten 70er Jahren
des vergangenen Jahrhunderts zu:
Die
Geschichte der meisten Fossilienarten weist zwei Merkmale
auf, die der graduellen Entwicklung ganz besonders widersprechen:
1) Unveränderlichkeit - die meisten Arten zeigen keine
Veränderung in eine bestimmte Richtung während
ihrer Existenz auf der Erde. Sie tauchen im Fossilienbestand
auf, und sie sehen bei ihrem späteren Verschwinden
noch genau so aus, morphologische Veränderungen sind
gewöhnlich begrenzt und richtungslos; 2) Plötzliches
Erscheinen - Nirgendwo kommt eine Art auf, indem
sie sich stetig schrittweise aus ihren Vorfahren entwickelt,
sie erscheint sehr plötzlich und völlig entwickelt.44
Weitere Forschungen untermauerten lediglich die Unveränderlichkeit
und das plötzliche Erscheinen der Arten. Stephen Jay
Gould und Niles Eldredge schreiben 1993, "das die meisten
Arten sich in ihrer geologischen Geschichte entweder überhaupt
nicht nennenswert verändern, oder aber leichte morphologische
Fluktuationen ohne erkennbare Richtung aufweisen."45
Robert Carroll muss 1997 zugeben: "Die meisten Hauptgruppen
scheinen in geologisch sehr kurzen Zeiträumen zu entstehen
und sich auszubreiten, aber für viel längere Perioden
ohne wesentliche morphologische Veränderungen auf der
Erde zu verbleiben."46
An diesem Punkt ist es notwendig, klarzustellen,
was mit dem Begriff "Übergangsform" gemeint
ist. Die Übergangsformen, die von der Evolutionstheorie
vorausgesagt werden, sind Lebewesen, die zwischen zwei biologische
Arten fallen, aber nur mangelhafte oder halb ausgebildete
Organe besitzen. Manchmal wird der Begriff der Zwischenform
missverstanden, und Lebewesen, die nicht die Eigenschaften
von Übergangsformen besitzen, werden gleichwohl als solche
angesehen. Wenn zum Beispiel eine Gruppe von Lebewesen Eigenschaften
besitzt, die zusammengehören, so ist das kein Merkmal
für eine Zwischenform. Das Schnabeltier (Platypus), ein
Säugetier das in Australien lebt, pflanzt sich genau
wie Reptilien fort, indem es Eier legt. Weiterhin hat es einen
Schnabel, ähnlich dem der Ente. Wissenschaftler bezeichnen
Lebewesen wie das Schnabeltier als Mosaik-Kreaturen. Dass
Mosaik-Kreaturen nicht zu den Zwischenformen zählen,
wird auch von führenden Paläontologen wie Stephen
Jay Gould und Niles Eldredge akzeptiert.47
  
41 Robert
L. Carroll, Patterns and Processes of Vertebrate Evolution,
Cambridge University Press, 1997, S. 255.
42 K. S. Thomson, Morphogenesis and Evolution,
Oxford, Oxford University Press, 1988, S. 98.
43 Francis Hitching, The Neck of the
Giraffe: Where Darwin Went Wrong, Tichnor and Fields, New
Haven, 1982, S. 40.
44 S.J. Gould, "Evolution's Erratic
Pace", Natural History, Band 86, Mai 1977. (Hervorhebung
wurde hinzugefügt).
45 Stephen Jay Gould und Niles Eldredge,
"Punctuated Equilibria: The Tempo and Mode of Evolution
Reconsidered", Paleobiology, 3 (2), 1977, S. 115.
46 Robert L. Carroll, Patterns and Processes
of Vertebrate Evolution, Cambridge University Press, 1997,
S. 146.
47 S. J. Gould & N. Eldredge, Paleobiology,
Band 3, 1977, S. 147.
|