Selbstorganisation: ein materialistisches Dogma

Die von Evolutionisten mit dem Konzept der Selbstorganisation vertretene Behauptung ist, unbelebte Materie könne sich selbst organisieren und ein komplexes Lebewesen hervorbringen. Dies ist eine völlig unwissenschaftliche Annahme: Beobachtung und Experiment haben unstreitig bewiesen, dass Materie über solche Eigenschaften nicht verfügt. Der berühmte englische Astronom und Mathematiker Fred Hoyle bemerkt, dass Materie ohne absichtlichen Eingriff von außen kein Leben hervorbringen kann:

Wenn es ein Grundprinzip gäbe, nachdem Materie organische Systeme beleben würde, dann müsste dessen Existenz leicht im Labor gezeigt werden können. Eine Flüssigkeit könnte beispielsweise die urzeitliche Suppe repräsentieren. Man fülle sie nach ganz nach Wunsch mit beliebigen Chemikalien nicht biologischer Natur auf. Man leite beliebige Gase über ihre Oberfläche oder durch sie hindurch und setze sie verschiedenen wiederum in das Belieben des Experimentators gestellten Strahlungen aus. Lassen wir das Experiment ein Jahr andauern, und sehen wir anschließend nach, wie viele der 2000 Enzyme (von lebenden Zellen hergestellte Proteine) in der Flüssigkeit aufgetaucht sind. Nun, ich kann die Antwort vorwegnehmen und ihnen die Zeit, Mühe und Kosten der tatsächlichen Durchführung des Experiments ersparen: Sie werden überhaupt nichts finden, ausgenommen möglicherweise einen Teerschlamm aus Aminosäuren und andere einfache organische Chemikalien.381

Der evolutionistische Biologe Andrew Scott bestätigt dies:

Nehmen Sie etwas Materie, erhitzen Sie sie unter umrühren und warten Sie. Das ist die moderne Version der Genesis. Die fundamentalen Kräfte Gravitation, Elektromagnetismus und die starke und die schwache nukleare Kraft sollen den Rest erledigt haben... Doch wie viel dieses wunderbaren Märchens ist konkret nachgewiesen und wie viel davon bleibt hoffnungsvolle Spekulation? In Wahrheit ist der zugrunde liegende Mechanismus jedes größeren Schrittes, von den chemischen Vorläufern bis zu den ersten erkennbaren Zellen, entweder Objekt kontroverser Diskussion oder vollständiger Verwirrung.382

Warum also hören Evolutionisten nicht auf, an Szenarien wie die Selbstorganisation von Materie zu glauben, die keinerlei wissenschaftliche Grundlage haben? Warum weisen sie so entschlossen die in lebenden Systemen klar erkennbare Existenz von Intelligenz und Planung zurück?

Die Antwort auf diese Fragen liegt in der materialistischen Philosophie verborgen, dem Fundament, auf dem die Evolutionstheorie aufgebaut ist. Die materialistische Philosophie geht davon aus, dass nur Materie existiere, weswegen das Leben in einer auf Materie basierenden Weise erklärt werden müsse. Einer solche Erklärung führte zur Evolutionstheorie, und gleichgültig, wie sehr diese auch mit wissenschaftlich erbrachten Beweisen über Kreuz liegt, nur aus diesem Grund wird sie aufrechterhalten. Ein Chemieprofessor und DNS Experte der New Yorker Universität, Robert Shapiro, erklärt den Glauben der Evolutionisten an die Selbstorganisation von Materie und das ihm zugrunde liegende Dogma wie folgt:

Deswegen braucht man ein anderes evolutionäres Prinzip, dass uns über die Kluft zwischen einfachen natürlichen Chemikalien und dem ersten tatsächlichen Replikator hinweg hilft. Dieses Prinzip jedoch ist noch nicht im Detail beschrieben oder demonstriert worden, doch es wird vorausgesetzt, und man gab ihm Namen wie "chemische Evolution" und "Selbstorganisation von Materie". Die Existenz dieses Prinzips wird in der Philosophie des dialektischen Materialismus für selbstverständlich gehalten, wie es schon von Alexander Oparin auf den Ursprung des Lebens angewendet worden war.383

Die Fakten, die wir in diesem Abschnitt untersucht haben, zeigen deutlich die Unmöglichkeit der Evolution angesichts des zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik. Das Konzept der Selbstorganisation ist nur ein weiteres Dogma, dass evolutionistische Wissenschaftler trotz aller Gegenbeweise am Leben zu erhalten versuchen.

381 Fred Hoyle, The Intelligent Universe, Michael Joseph, London, 1983, S. 20-21. (Hervorhebung wurde hinzugefügt)
382 Andrew Scott, "Update on Genesis," New Scientist, vol. 106, May 2nd, 1985, S. 30. (Hervorhebung wurde hinzugefügt)
383 Robert Shapiro, Origins: A Sceptics Guide to the Creation of Life on Earth, Summit Books, New York, 1986, S. 207. (Hervorhebung wurde hinzugefügt)

 
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