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Manche Anhänger der Evolution suchen Zuflucht in dem Argument,
der zweite thermodynamische Hauptsatz gelte nur für "geschlossene
Systeme", "offene Systeme" seien von dem Gesetz nicht betroffen.
Diese Behauptung ist jedoch nichts als ein Versuch mancher
Evolutionisten, wissenschaftliche Tatsachen, die ihre Theorie
entwerten, zu entstellen. Eine Vielzahl von Wissenschaftlern
stellt tatsächlich öffentlich fest, dass diese Behauptung
falsch ist und die Gesetze der Thermodynamik verletzt. Einer
von ihnen ist John Ross, ein Wissenschaftler an der Harvard-Universität,
der ansonsten evolutionistische Ansichten hat. Er erklärt
in Chemical and Engineering News, dass diese unrealistische
Behauptung einen grundsätzlichen Irrtum enthält:
...Es gibt keine bekannten Verletzungen
des zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik. Üblicherweise
wird der zweite Hauptsatz in Zusammenhang
mit isolierten Systemen genannt, doch er gilt genauso für
offene Systeme. ...aus irgendeinem Grund gibt es bei ungleichgewichtigen
Systemen die Assoziation, für sie gelte der zweite Hauptsatz
der Thermodynamik nicht. Wichtig ist,
dies klarzustellen, damit sich dieser Irrtum nicht verewigt.369
Ein "offenes System" ist ein thermodynamisches System, in
das Energie und Materie ein- und austreten. Evolutionisten
halten daran fest, die Erde sei ein offenes System: sie sei
einem konstanten Energiefluss von der Sonne ausgesetzt, das
Entropiegesetz gelte nicht für die Welt als ganzes und geordnete,
komplexe Lebewesen könnten aus ungeordneten, einfachen und
unbelebten Strukturen entstehen.
Doch die alleinige Tatsache, dass einem System Energie zugeführt
wird, reicht nicht aus, daraus ein geordnetes System zu machen.
Es werden besondere Mechanismen benötigt, damit die Energie
umgesetzt werden kann. Zum Beispiel braucht ein Auto einen
Motor, ein Getriebe und entsprechende Steuermechanismen, damit
die im Benzin enthaltene Energie in Arbeit umgesetzt werden
kann. Ohne eine solches System der Energieumwandlung kann
das Auto keinen Gebrauch von der im Benzin gespeicherten Energie
machen.
Dasselbe gilt für alles Leben. Es stimmt natürlich, dass
alles Leben seine Energie von der Sonne bezieht. Doch Solarenergie
kann nur durch die unbeschreiblich komplizierten Energieumwandlungssysteme
der Lebewesen, wie die Photosynthese der Pflanzen und die
Verdauungssysteme der Menschen und Tiere in chemische Energie
umgewandelt werden. Kein Lebewesen kommt ohne ein solches
Energieumwandlungssystem aus. Ohne ein Energieumwandlungssystem
ist die Sonne nichts als eine destruktive Energiequelle, die
die Dinge auf der Erde ausdörrt, verbrennt und schmelzen lässt.
Ein thermodynamisches System, gleichgültig ob offen oder
geschlossen, ist also für die Evolution unvorteilhaft. Niemand
behauptet, dass ein solch komplexer und bewusster Mechanismus
in der Natur unter den urzeitlichen Bedingungen auf der Erde
existiert haben könnte. Tatsächlich besteht das Problem, dem
sich die Evolutionisten gegenüber sehen darin, die Frage zu
beantworten, wie komplexe Energieumwandlungssysteme wie die
Photosynthese der Pflanzen von selbst entstanden sein sollen.
Der ständige Zufluss an Sonnenenergie allein konnte diese
Ordnung nicht hervorbringen. Im übrigen gehen Aminosäuren
keine in bestimmter Reihenfolge geordneten Bindungen ein,
wie hoch die zugeführte Wärme auch sein mag. Energie allein
lässt Aminosäuren nicht die komplexen Proteinmoleküle bilden,
und erst recht können Proteine nicht die noch komplexer organisierten
Strukturen der Zellorganellen bilden.
  
369 John
Ross, Chemical and Engineering News, 27 July, 1980, S. 40.
(Hervorhebung wurde hinzugefügt)
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