| Die Evolutionstheorie
hypothetisiert, dass einzellige pflanzenähnliche Kreaturen,
deren Herkunft sie nicht erklären kann, Algen bildeten.
Der Ursprung der Algen liegt vor sehr langer Zeit, so weit
zurück, dass 3,1 bis 3,4 Millionen Jahre alte Algenfossilien
gefunden worden sind. Interessant daran ist, dass diese uralten
Algen und die heute lebenden Arten keine strukturellen Unterschiede
Aufweisen. Ein Science News Artikel sagt folgendes:
3,4 Millionen Jahre alte Blaualgen- und
Bakterienfossilien sind in Felsen in Südafrika gefunden
worden. Noch faszinierender jedoch ist, dass die pleurokapsaleische
Alge sich auf Familienebene als fast identisch mit der modernen
pleurokapsaleischen Alge heraus stellte, möglicherweise
sind sie sogar auf genetischer Ebene identisch.341
Hoimar von Ditfurth kommentiert die komplexe Struktur der
so genannten primitiven Algen so:
Die ältesten bisher entdeckten
Fossilien sind in Mineralien eingeschlossene Objekte, die
zu den blaugrünen Algen gehören und über
3 Milliarden Jahre alt sind. Ganz gleich wie primitiv sie
sein mögen, sie stellen bereits äußert komplizierte
und meisterhaft organisierte Lebensformen dar.342
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| Frei schwimmende Alge im Ozean. |
Evolutionistische Biologen halten die fraglichen Algen für
die "Urväter" anderer Wasserpflanzen, die dann
ihrerseits vor etwa 450 Millionen Jahren "an Land gegangen"
sein sollten. Doch genau wie das Konzept der aus dem Wasser
ans Land umziehenden Tiere ist auch die Idee, dass Pflanzen
aus dem Wasser ans Land gezogen seien, ein Phantasiegebilde.
Beide Szenarios sind widersprüchlich und falsch. Evolutionistische
Quellen versuchen mit phantastischen und unwissenschaftlichen
Erklärungen wie, "Irgendwie gelangten die Algen
an Land und passten sich den dortigen Bedingungen an",
das Problem zu vertuschen. Zahlreiche Hindernisse jedoch machen
diesen Übergang praktisch unmöglich. Schauen wir
uns nur die wichtigsten kurz an.
1- Die Gefahr des Austrocknens:
Damit eine Wasserpflanze an Land leben könnte, müsste
ihre Oberfläche zunächst vor Wasserverlust geschützt
sein. Andernfalls würde die Pflanze austrocknen. Landpflanzen
verfügen über spezielle Systeme, sich davor zu schützen.
Solche Systeme sind sehr detailreich. Gase wie Sauerstoff
und Kohlendioxid müssen beispielsweise von der Pflanze
aufgenommen und abgegeben werden können. Gleichzeitig
aber muss Wasserverdunstung verhindert werden. Eine Pflanze,
die über ein solches System nicht verfügt, kann
nicht Millionen Jahre warten um eins zu entwickeln, sie würde
austrocknen und absterben.
2- Ernährung: Wasserpflanzen
entnehmen das Wasser und die Mineralien, die sie benötigen,
direkt aus dem sie umgebenden Wasser. Daher würde jede
Alge an Land ein Ernährungsproblem haben. Sie könnte
ohne dieses Problem zu lösen nicht leben.
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Diese 300 Millionen Jahre alte
Pflanze aus dem späten Karbon-Zeitalter unterscheidet
sich nicht von heutigen Exemplaren. (links)
Diese Pflanze aus dem Jura-Zeitalter, über 180
Millionen Jahre alt, tauchte auf mit ihrer einzigartigen
Struktur und hatte keinerlei Vorfahren. (rechts) |
3- Vermehrung: Bei ihrer kurzen
Lebensspanne können sich Algen an Land nicht vermehren,
denn wie für alle anderen Lebensfunktionen auch, nutzen
sie das sie umgebende Wasser, um ihre Fortpflanzungszellen
zu verbreiten. Damit sie sich an Land vermehren könnten,
müssten sie wie die Landpflanzen über durch eine
Zellschicht geschützte multizellulare Reproduktionszellen
verfügen. Ohne diese wären ihre Fortpflanzungszellen
an Land schutzlos.
4- Schutz vor Sauerstoff: Jede
Alge, die an Land ginge, würde bis dahin Sauerstoff in
zerlegter Form "inhaliert" haben. Nach dem evolutionistischen
Szenario müsste sie von nun an Sauerstoff in einer ihr
unbekannten Form, nämlich direkt aus der Atmosphäre
beziehen. Wie wir wissen, hat der Sauerstoff der Atmosphäre
unter normalen Bedingungen eine toxische Wirkung auf organische
Substanzen. Landlebewesen haben Systeme, die diesen Effekt
neutralisieren. Als Wasserpflanzen besitzen Algen aber nicht
die notwendigen Enzyme, die sie vor den schädlichen Auswirkungen
des Sauerstoffes schützen würden. Sobald sie an
Land wären, wären sie ihm ausgeliefert. Es steht
außer Frage, dass sie ein Schutzsystem hätten entwickeln
können, denn sie hätten dazu an Land nicht lange
genug überlebt.
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Dieses 140 Millionen Jahre
alte Fossil einer Archaefructus ist das älteste bekannte
Fossil einer blühenden Pflanze. Sie besitzt dieselbe
Stängel-, Blatt-, Blüten- und Fruchtstruktur
wie ähnliche heute lebende Pflanzen. |
Es gibt noch einen weiteren Grund, warum die Behauptung,
Algen seien aus dem Ozean an Land gekommen, inkonsistent ist,
nämlich die Abwesenheit eines natürlichen Faktors,
der einen solchen Übergang erforderlich gemacht hätte.
Stellen wir uns die natürliche Umgebung von Algen vor
450 Millionen Jahren vor. Das Meerwasser bietet ihnen einen
idealen Lebensraum. Es isoliert und schützt sie vor extremer
Hitze und liefert alle Mineralien, die sie brauchen. Gleichzeitig
können sie durch Photosynthese Sonnenlicht absorbieren
und unter Zuhilfenahme von Kohlendioxid ihre eigenen Kohlenhydrate
(Zucker und Stärke) produzieren. Den Algen fehlt es im
Ozean an nichts, daher war auch kein Grund vorhanden "an
Land zu gehen", weil ihnen das keinen Selektionsvorteil
eingebracht hätte.
All das zeigt die Unwissenschaftlichkeit der evolutionistischen
Hypothese, Algen seien zu Landpflanzen geworden.
 
341 "Ancient
Alga Fossil Most Complex Yet," Science News, vol. 108,
September 20, 1975, S. 181.
342 Hoimar Von Ditfurth, Im Amfang War
Der Wasserstoff (Secret Night of the Dinosaurs), S. 199.
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