Der Ursprung der Pflanzenzelle

Wie tierische Zellen gehören auch Pflanzenzellen zum Typ der Eukarioten. Die sie am meisten von anderen unterscheidende Eigenschaft ist, dass sie einen Zellkern haben, der ihre codierte genetische Information enthält. Andererseits gibt es Einzeller, wie die Bakterien, die keinen Zellkern haben, sondern deren genetische Information sich frei innerhalb der Zelle befindet. Dieser Zelltyp wird "prokariotisch" genannt. Er ist ein ideales Design für die Bakterie, weil es den Plasmatransfer, den Transfer der DNS von Zelle zu Zelle ermöglicht.

Weil die Evolutionstheorie zwingend die Entwicklung des Lebens vom "Primitiven zum Komplexen" voraussetzen muss, nimmt sie an, dass prokariotische Zellen primitiver sind und dass eukariotische sich aus ihnen entwickelten.

Bevor wir zu der Ungültigkeit dieser Annahme kommen, scheint es sinnvoll, zu demonstrieren, dass prokariotische Zellen keineswegs "primitiv" sind. Ein Bakterium besitzt mehr als 2000 Gene; jedes Gen besteht aus etwa 1000 "Buchstaben" (Verbindungen). Die in einer Bakterie enthaltene Gesamtinformation ist also 2 Millionen Buchstaben lang. Das entspricht 20 Romanen von je 100000 Worten.326 Jede Veränderung der Information innerhalb der DNS einer Bakterie würde ihr gesamtes System ruinieren, soll heißen, sie würde absterben.

Neben dieser sensiblen Struktur, die keine zufälligen Änderungen zulässt, ist es die Tatsache, dass keine "Übergangsformen" zwischen Bakterien und eukariotischen Zellen gefunden werden können, die die evolutionistische Behauptung stützen würden. Der berühmte, evolutionistische türkische Professor Ali Demirsoy gesteht die Haltlosigkeit des Szenarios, Bakterien hätten sich zu eukariotischen Zellen und weiter zu komplexen, aus diesen Zellen bestehenden Organismen entwickelt:

Eines der am schwierigsten zu erklärenden Stadien der Evolution ist die wissenschaftliche Erklärung dafür, wie sich Organellen und komplexere Zellen aus diesen primitiven Anfängen entwickelten. Zwischen beiden Formen wurde keine Übergangsform gefunden. Ein- und Mehrzeller haben diese komplizierte Struktur, und keine primitivere Kreatur oder Gruppe mit einfacheren Organellen als diesen wurde gefunden. Anders gesagt, die weitergegebenen Organellen entwickelten sich genau so, wie sie sind. Sie haben keine einfachen und primitiven Formen.327


Pflanzen bilden die Basis des Lebens auf der Erde. Sie sind eine unerlässliche Bedingung für das Leben, denn sie liefern Nahrung und geben Sauerstoff in die Luft ab.

Man fragt sich, was Professor Ali Demirsoy, einen loyalen Anhänger der Evolutionstheorie, zu solch einem offenen Eingeständnis veranlasst? Die Antwort ist ganz klar, wenn man die großen strukturellen Unterschiede zwischen Bakterien und Pflanzenzellen untersucht:

1- Bakterielle Zellwände bestehen aus Polysaccarid (Vielfachzucker, eine besondere Art Kohlehydrate), Pflanzenzellwände hingegen aus Zellulose (Zellstoff).

2- Während Pflanzenzellen zahlreiche, durch Membranen geschützte Organellen mit sehr komplexen Strukturen besitzen, haben Bakterien keine Organellen sondern sich frei bewegende Ribosomen. Die Ribosomen der Pflanzenzellen sind größer, und sie haften an der Zellmembran. Auch wird die Proteinsynthese von beiden Zelltypen auf verschiedene Weise durchgeführt.

3- Die DNS-Strukturen in Pflanzenzellen und Bakterien sind verschieden.

4- Das DNS Molekül der Pflanzenzellen ist durch eine doppelschichtige Membrane geschützt, während die DNS der Bakterien frei in der Zelle liegt.

5- Das DNS Molekül bakterieller Zellen ähnelt einer geschlossenen Schleife, es ist kreisförmig. Das pflanzliche DNS Molekül ist stabförmig.

6- Das DNS Molekül der Bakterie trägt die DNS Information nur einer Zelle, Pflanzenzellen-DNS trägt die Information über die gesamte Pflanze. Alle Informationen über einen Früchte tragenden Baum, über seine Wurzeln, Stamm, Zweige, Blüten und Frucht finden sich im Zellkern einer jeden Zelle.

7- Bakterienarten wie die Cyanobakterien führen Photosynthese durch. Doch im Gegensatz zu Pflanzen enthalten photosynthetische Bakterien kein Chloroplast, dass Chlorophyll und photosynthetische Pigmente enthält. Diese Moleküle befinden sich in diversen Membranen, die in der gesamten Zelle verteilt sind.

8- Die Biochemie der Boten RNS in prokariotischen, also bakteriellen Zellen unterscheidet sich vollständig von der in eukariotischen Pflanzen- und tierischen Zellen.328


Die evolutionistische Hypothese, dass prokaryotische Zellen (links) im Lauf der Zeit zu eukaryotischen Zellen werden, hat keinerlei wissenschaftliche Basis.

Boten RNS spielt eine lebenswichtige Rolle für jede Zelle. J. Darnell schrieb folgendes in einem Science Artikel:

Die biochemischen Unterschiede der Boten RNS Bildung in Eukarioten und Prokarioten sind zu tiefgreifend, als dass man hier eine Evolution von prokariotischen zu eukariotischen Zellen für wahrscheinlich halten könnte.329

Die strukturellen Unterschiede der bakteriellen Zellen und der Pflanzenzellen führen Evolutionisten in eine andere Sackgasse. Auch wenn diese Zellen einiges gemeinsam haben, unterscheiden sich fast alle ihre Strukturen sehr voneinander. Da es in bakteriellen Zellen keine membranumhüllten Organellen oder ein Cythoskelett (das interne Netzwerk von Proteinfilamenten und Mikrotubulen) gibt, beweisen die sehr komplexen Organellen und die Zellorganisation der Pflanzenzellen, dass die Behauptung einer Evolution von bakteriellen Zellen zu Pflanzenzellen völlig unhaltbar ist.

Der Biologe Ali Demirsoy gibt dies offen zu, wenn er sagt: "Komplexe Zellen entwickelten sich niemals durch einen Evolutionsprozess aus primitiven Zellen."330

326 Mahlon B. Hoagland, The Roots of Life, Houghton Mifflin Company, 1978, S.18
327 Prof. Dr. Ali Demirsoy, Kalitim ve Evrim (Inheritance and Evolution), Ankara, Meteksan Yayinlari, S. 79.
328 Robart A. Wallace, Gerald P. Sanders, Robert J. Ferl, Biology, The Science of Life, Harper Collins College Publishers, S. 283.
329 Darnell, "Implications of RNA-RNA Splicing in Evolution of Eukaryotic Cells," Science, vol. 202, 1978, S. 1257.
330 Prof. Dr. Ali Demirsoy, Kalitim ve Evrim (Inheritance and Evolution), Meteksan Publications, Ankara, S.79.

 
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