Der Stammbaum des Lebens wird gefällt

In den 1990ern wurde die verzwickte Lage der Evolutionstheorie durch weitere Erforschung des genetischen Codes der Lebewesen noch weiter verschlechtert. In diesen Experimenten wurden anstatt der Proteinsequenzen ribosomale RNS (rRNS) verglichen. Von den Resultaten ausgehend, wollten evolutionistische Wissenschaftler den "evolutionären Stammbaum" rekonstruieren. Doch die Ergebnisse waren enttäuschend.

Nach einem 1999 erschienenen Artikel der französischen Biologen Hervé Philippe und Patrick Forterre hat sich, "je mehr Sequenzen verfügbar wurden, herausgestellt, dass die meisten Proteinphylogenien genauso inkonsistent sind wie der rRNS Baum."301

Neben den rRNA Vergleichen wurden auch die DNS Codes der Gene verglichen, doch das Resultat war das genaue Gegenteil des von den Evolutionisten vorausgesetzten "Lebensstammbaums". Die Molekularbiologen James A. Lake, Ravi Jain und Maria C. Rivera erörteten dies 1999:

... Wissenschaftler analysierten eine Vielzahl von Genen unterschiedlicher Organismen und fanden heraus, dass deren Beziehungen untereinander dem allein aus der rRNS abgeleiteten Evolutionsstammbaum widersprechen.302

Weder Protein- noch rRNS- oder Genvergleiche bestätigen die Prämissen der Evolutionstheorie. Carl Woese, ein hoch angesehener Biologe an der Universität von Illinois, gibt zu, dass das Phylogeniekonzept angesichts molekularer Entdeckungen seine Bedeutung verloren hat:

Keine konsistente Phylogenie der Organismen ist aufgetaucht aus der Vielzahl der bis jetzt erstellten individuellen Phylogenien. Phylogenetische Inkongruenzen sind überall im universalen Baum sichtbar, von seiner Wurzel über die Hauptverästelungen in die verschiedenen Gruppen hinein und bis in die Beschaffenheit der Primärgruppen selbst.303

Die Tatsache, dass die Ergebnisse der Molekularvergleiche nicht im Sinne der Evolutionstheorie ausgefallen sind, sondern ihr eher entgegenstehen, wird auch in dem Artikel "Is it Time to Uproot the Tree of Life?" (Ist es Zeit, den Lebensbaum herauszureißen?) veröffentlicht 1999 in Science , zugegeben. Der Artikel von Elizabeth Pennisi führt aus, dass die genetischen Analysen und Vergleiche der darwinistischen Biologen zu dem Zweck, Licht auf den "Lebensbaum" zu werfen, die genau gegenteiligen Ergebnisse zeigten und dass "neue Daten das evolutionistische Bild trüben":

Als Biologen sich vor einem Jahr die gerade entschlüsselten Genome von mehr als einem Dutzend Mikroorganismen ansahen, hofften sie, diese Daten würden die ausgearbeiteten und bis dato akzeptierten Grundzüge der Frühgeschichte der Erde bestätigen. Doch was sie sahen, verwirrte sie. Die Genomvergleiche schärften nicht nur nicht das Bild, wie die Hauptgruppen des Lebens sich entwickelt haben sollten, sie verdunkelten es. Und heute, mit 8 weiteren mikrobiologischen Sequenzen in der Hand, ist die Situation noch konfuser geworden... Viele Evolutionisten unter den Biologen hatten gehofft, sie würden die groben Umrisse der drei Reiche des Lebens erkennen können... Als vollständige DNS Sequenzen den Weg zu anderen Genvergleichen ebneten, erwarteten die Wissenschaftler, sie könnten von nun an diesem Baum Detail für Detail hinzufügen. Doch "nichts konnte weiter von der Realität entfernt sein", sagt Claire Fraser, Chefin des Instituts für Genomforschung (TIGR) in Rockville, Maryland. Stattdessen haben die Vergleiche zahlreiche Versionen des Lebensbaumes geliefert, die sich von der des rRNS Baums unterscheiden und auch einander widersprechen.304

Kurz, mit dem Fortschritt der Molekularbiologie verliert das Homologie-Konzept mehr und mehr an Boden. Protein-, rRNS- und Genvergleiche enthüllen, dass Kreaturen, die die Evolutionstheorie als enge Verwandte sah, tatsächlich völlig unterschiedlich sind. Eine Studie von 1996 an 88 Proteinsequenzen gruppierte Kaninchen zu den Affen anstatt zu anderen Nagetieren; eine 1998 durchgeführte Analyse von 13 Genen in 19 Tierarten platzierte Seeigel unter die Chordatiere, eine weitere auf 12 Proteinen basierende Studie von 1998 rückte Kühe näher an Wale als an Pferde.

Je eingehender das Leben auf molekularer Ebene untersucht wird, umso schneller fällt die Homologie-Hypothese der Evolutionstheorie in sich zusammen. Im Jahr 2000 fasste der Molekularbiologe Jonathan Wells die Situation folgendermaßen zusammen:

Inkonsistenzen bei den auf verschiedenen Molekülen basierenden (Lebens)Bäumen, und die bizarren (Lebens)Bäume, die aufgrund bestimmter Molekularanalysen angenommen werden, haben nun die gesamte Molekular-Phylogenie in eine Krise gestürzt.305

Vergleiche zwischen Proteinen, rDNS und Genen offenbaren, dass von der Evolutionstheorie angenommene nah verwandte Kreaturen tatsächlich grundverschieden voneinander sind. Verschiedene Studien ergeben eine nähere Verwandtschaft von Kaninchen mit Primaten, anstatt mit anderen Nagetieren und eine nähere Verwandtschaft von Kühen mit Walen, anstatt mit Pferden.

Welche wissenschaftliche Erklärung aber kann angesichts der vorliegenden Situation für ähnliche Strukturen der Lebewesen gegeben werden? Die Antwort auf diese Frage gab es bereits, bevor Darwins Evolutionstheorie begann, die Welt der Wissenschaft zu dominieren. Wissenschaftler wie Carl Linnaeus und Richard Owen, die die auffällige Ähnlichkeit mancher Organe der Lebewesen zum ersten Mal auf die Tagesordnung gebracht hatten, sahen dies schlicht als Beispiele "gleichen Designs". Anders ausgedrückt, ähnliche Organe oder ähnliche Gene ähneln einander nicht etwa deswegen, weil sie sich aus einem gemeinsamen Vorfahren entwickelt hätten, sondern weil sie in intelligenter Zweckbestimmung kreiert worden sind, um eine bestimmte Aufgabe zu erfüllen.

Entdeckungen der modernen Wissenschaft zeigen die Ungültigkeit der Behauptung, Ähnlichkeiten unter den Lebewesen seien auf einen gemeinsamen Vorfahren zurückzuführen. Die einzig rationale Erklärung für diese Ähnlichkeiten ist die des gleichartigen Designs.

301 Hervé Philippe and Patrick Forterre, "The Rooting of the Universal Tree of Life is Not Reliable," Journal of Molecular Evolution, vol 49, 1999, S. 510.
302 James Lake, Ravi Jain ve Maria Rivera, "Mix and Match in the Tree of Life," Science, vol. 283, 1999, S. 2027.
303 Carl Woese, "The Universel Ancestor," Proceedings of the National Academy of Sciences, USA, 95, (1998) S. 6854.
304 Elizabeth Pennisi, "Is It Time to Uproot the Tree of Life?" Science, vol. 284, no. 5418, 21. Mai 1999, S. 1305.
305 Jonathan Wells, Icons of Evolution, Regnery Publishing, 2000, S. 51.

 
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