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Wir haben die Homologiebehauptung bereits allgemein untersucht,
wollen jedoch ein gut bekanntes Beispiel dazu ein wenig genauer
betrachten: das Beispiel der Vorder- und Hinterbeine der Vierbeiner,
das in fast jedem Lehrbuch als klarer Homologiebeweis herangezogen
wird.
Vierfüßler, also an Land lebende Wirbeltiere haben fünf Finger
an ihren Vorder- und Hinterfüßen. Auch wenn diese nicht immer
wie die uns gewohnten Finger oder Zehen aussehen, werden sie
wegen ihrer Knochenstruktur als fünffingerig bezeichnet. Hände
und Füße eines Frosches, einer Eidechse, eines Eichhörnchens
oder eines Affen haben dieselbe Struktur. Selbst die Knochenstruktur
der Vögel und Fledermäuse entspricht diesem Basis-Design.

Die Tatsache, dass fast alle landbewohnenden Wirbeltiere
einen fünfgliedrigen (pentadactylen) Knochenbau
in Händen und Füßen aufweisen, wurde in evolutionistischen
Publikationen jahrelang als beweiskräftiges Argument
für den Darwinismus präsentiert. Die jüngste Forschung
hat jedoch gezeigt, dass diese Knochenstruktur von
ganz unterschiedlichen Genen gesteuert wird. So
ließ sich auch die These der Homologie der Fünffingrigkeit
und Fünfzehigkeit nicht aufrechterhalten.
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Evolutionisten behaupten, alles Leben stamme von einem gemeinsamen
Vorfahren ab, und sie haben die fünffingerigen Glieder als
Beweis dafür angeführt. Dabei wissen sie genau, dass diese
Behauptung wissenschaftlich völlig wertlos ist.
Zum Beispiel veröffentlichte der evolutionistische
Biologe M. Coates 1991 und 1996 zwei wissenschaftliche Arbeiten,
in denen er belegt, das Fünffingerigkeit zweimal entstand
und zwar unabhängig voneinander. Sie taucht auf bei Anthracosauriern
und bei Amphibien.289
Diese Entdeckung ist ein Zeichen, dass Fünffingerigkeit kein
Beweis für einen gemeinsamen Vorfahren ist.
Ein weiterer Punkt, der der evolutionistischen These Schwierigkeiten
bereitet, ist die Tatsache, dass diese Kreaturen fünf Finger
sowohl an ihren Vorder- als auch an ihren Hinterbeinen haben.
Die evolutionistische Literatur macht jedoch nicht den Vorschlag,
Vorder- und Hinterbein seien aus einem "gemeinsamen Bein"
entstanden; es wird angenommen, sie hätten sich separat entwickelt.
Dann aber sollte man erwarten können, dass Anatomie von Vorder-
und Hinterbeinen unterschiedlich sind, als Ergebnis verschiedener
Zufallsmutationen. Dazu sagt Michael Denton:
Die Vorderbeine aller an Land lebenden
Wirbeltiere sind nach demselben Fünffingerprinzip aufgebaut
und evolutionistische Biologen schreiben dies dem Erbe eines
gemeinsamen Vorfahren zu. Doch die Hinterbeine aller Wirbeltiere
entsprechen demselben Muster und sind den Vorderbeinen in
Knochenstruktur und embryologischer Entwicklung verblüffend
ähnlich. Doch kein Evolutionist behauptet, das Hinterbein
habe sich aus dem Vorderbein entwickelt, oder dass Hinter-
und Vorderbeine einen gemeinsamen Ursprung gehabt hätten...
So wurde mit dem Anstieg biologischer Kenntnisse eine gemeinsame
Genealogie als Erklärung für Ähnlichkeiten immer dürftiger...Wie
so viele andere "Indizienbeweise" der Evolution ist auch
der aus der Homologie abgeleitete nicht überzeugend,
weil sie zu viele Anomalien enthält, zu viele Gegenbeispiele,
viel zu viele Phänomene, die einfach nicht in das orthodoxe
Bild passen.290
Doch der größte Schlag gegen die evolutionistische Behauptung
der Homologie des Pentadaktylismus kam von der Molekularbiologie.
Die Annahme der "Homologie des Pentadaktylismus", die in evolutionistischen
Publikationen lange hochgehalten wurde, wurde über den Haufen
geworfen, als man herausfand, dass die Gliederstrukturen unterschiedlicher
Lebewesen mit pentadaktylistischer Struktur von völlig verschiedenen
Genen gesteuert werden. Der evolutionistische Biologe William
Fix beschreibt den Zusammenbruch dieser evolutionistischen
These über den Pentadaktylismus so:
Die älteren Lehrbücher über Evolution
machen viel Aufhebens von der Idee der Homologie und verweisen
auf offensichtliche Ähnlichkeiten der Anatomie der Gliedmassen
verschiedener Tiere. So findet sich die Fünffingerstruktur
beim Arm des Menschen, beim Flügel des Vogels und bei der
Flosse des Wals und dies wird als Indiz für eine gemeinsame
Herkunft gesehen. Wenn nun diese verschiedenen
Strukturen von denselben Genpaaren übertragen würden, von
Zeit zu Zeit variiert durch Mutationen und umweltbedingte
Selektion, dann ergäbe diese Theorie einen Sinn. Unglücklicherweise
ist dies aber nicht der Fall. Homologe Organe entstehen
bei den diversen Arten durch völlig verschiedene Gene. Das
Konzept der Homologie bezüglich der von einem gemeinsamen
Vorfahren weitergegebener ähnlicher Gene ist zusammengebrochen.291
Unglücklicherweise gibt es jedoch immer noch evolutionistische
Quellen, die dieses widerlegte Konzept als einen der hauptsächlichen
Beweise für die Evolution hinstellen.
  
289
Coates M., "New paleontological contributions to limb
ontogeny and phylogeny", In: J. R. Hinchcliffe, Developmental
Patterning of the Vertebrate Limb, Plenum Press, New York,
1991, S. 325-337; Coates M. I., The Devonian tetrapod Acanthostega
gunnari Jarvik: postcranial anatomy, basal tetrapod interrelationships
and patterns of skeletal evolution, transactions of the Royal
Society of Edinburgh, 1996, Band 87, S. 363-421.
290 Michael Denton, Evolution: A Theory
in Crisis, Adler & Adler, Bethesda, MA, 1985, S. 151,
154. (Hervorhebung wurde hinzugefügt)
291 William Fix, The Bone Peddlers: Selling
Evolution, Macmillan Publishing Co., New York, 1984, S. 189.
(Hervorhebung wurde hinzugefügt)
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