| Man
muss bei alledem einen wichtigen Punkt beachten: Wenn nur
die Unmöglichkeit eines einzigen Schritts des Evolutionsprozesses
nachgewiesen werden kann, reicht dies aus, die gesamte Theorie
für falsch und ungültig zu erklären. Durch den Beweis der
Unmöglichkeit der zufälligen Proteinbildung sind alle anderen
Behauptungen über nachfolgende Evolutionsstadien ebenso widerlegt.
Es ist schlicht sinnlos, dann noch ein paar Menschen- und
Affenschädel einzusammeln und sich in Spekulationen darüber
zu ergehen.
Lange Zeit wollten sich Evolutionisten mit dem Thema, wie
Lebewesen aus unbelebter Materie entstehen sollen, erst gar
nicht befassen. Doch irgendwann musste man sich der Frage,
der man lange konsequent ausgewichen war, zuwenden, und man
versuchte im zweiten Viertel des 20. Jahrhunderts, sie durch
eine Reihe von Experimenten zu lösen.
Das Hauptproblem war: Wie ist die allererste lebende Zelle
in der Uratmosphäre der Erde entstanden? Welche Erklärung
konnte die Evolutionstheorie für diese Frage liefern?
Der erste, der das Problem aufgriff, war der russische Biologe
Alexander I. Oparin, der Begründer des Konzepts der "chemischen
Evolution". Doch trotz aller theoretischen Studien konnte
Oparin keine befriedigenden Resultate über den Ursprung des
Lebens liefern. In seinem Buch The Origin of Life (Der Ursprung
des Lebens) schreibt er 1936 folgendes:
Unglücklicherweise jedoch ist das Problem
des Ursprungs der Zelle vielleicht das verborgendste Problem
beim Studium der Evolution von Organismen.250
Seit Oparin haben Evolutionisten zahllose Forschungen und
Experimente durchgeführt um zu beweisen, dass sich eine Zelle
durch Zufall gebildet haben konnte. Doch jeder Versuch widersetzte
sich standhaft den Hypothesen der Evolutionisten und machte
die komplexe Struktur einer Zelle nur noch deutlicher. Professor
Klaus Dose, Präsident des Instituts für Biochemie an der Johannes
Gutenberg Universität, stellt fest:
Mehr als 30 Jahre Experimente zum Ursprung
des Lebens auf den Gebieten der chemischen und molekularen
Evolution haben zu einem besseren Verständnis der Ungeheuerlichkeit
des Problems des Ursprungs des Lebens geführt, nicht aber
zu dessen Lösung. Zurzeit stagnieren alle Diskussionen über
prinzipielle Theorien und Experimente auf diesem Gebiet oder
sie enden mit dem Eingeständnis der Unwissenheit.251
In seinem Buch The End of Science
(Das Ende der Wissenschaft) schreibt der evolutionistische
Wissenschaftsautor John Horgan über den Ursprung des Lebens,
"Das ist die bei weitem schwächste
Verstrebung am Chassis der modernen Biologie."252
Die folgende Äußerung des Geochemikers Jeffrey Bada, vom
Scripps Institut in San Diego, macht die Hilflosigkeit der
Evolutionisten klar:
Heute, da wir das 20. Jahrhundert verlassen,
stehen wir immer noch vor dem größten
ungelösten Rätsel, demselben das wir hatten, als wir ins
20. Jahrhundert eingetreten sind: Wie entstand das Leben
auf der Erde?253
Betrachten wir nun die Details des größten ungelösten Problems
der Evolution. Das erste, womit wir uns dazu befassen müssen,
ist das berühmte Miller Experiment.
  
250
Alexander I. Oparin, Origin of Life, Dover Publications, NewYork,
1936, 1953 (Nachdruck), S. 196.
251 Klaus Dose, "The Origin of Life:
More Questions Than Answers," Interdisciplinary Science
Reviews, vol. 13, no. 4, 1988, S. 348. (Hervorhebung wurde
hinzugefügt)
252 Horgan, John, The End of Science,
MA Addison-Wesley, 1996, S. 138. (Hervorhebung wurde hinzugefügt)
253 Jeffrey Bada, Earth, "Life's
Crucible," February 1998, S. 40. (Hervorhebung wurde
hinzugefügt)
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