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Die Zahl der Probleme, die die Evolutionstheorie bei der
Entstehung eines einzigen Proteins nicht erklären kann, ist
weitaus größer als die, die wir bisher erörtert haben. Nicht
genug, dass die Aminosäuren in korrekter Zahl, Reihenfolge
und Struktur im Raum angeordnet sein müssen, zur Proteinbildung
ist es darüber hinaus erforderlich, dass die Aminosäuremoleküle
mit mehr als einem Bindungsarm in ganz bestimmter Weise miteinander
verbunden sind. Eine solche Verbindung wird "Peptidbindung" genannt. Aminosäuren
können verschiedenartige Bindungen miteinander eingehen, doch
Proteine bestehen ausschließlich aus durch Peptidbindungen
miteinander verbundenen Aminosäuren.
Ein Vergleich kann dies erklären. Angenommen, ein Auto ist
in all seinen Teilen korrekt und komplett zusammengebaut,
mit Ausnahme eines Rades, dass anstelle von Radbolzen und
Schraubenmuttern mit einem Stück Draht befestigt ist und zwar
dergestalt, dass das Rad horizontal anstatt senkrecht zur
Straßenoberfläche steht. Dieses Auto könnte nicht die kürzeste
Distanz zurücklegen, egal wie kompliziert seine Technik oder
wie stark sein Motor wäre. Auf den ersten Blick schiene alles
am richtigen Platz und in Ordnung zu sein, doch die fehlerhafte
Befestigung nur eines einzigen Rades machte das gesamte Fahrzeug
nutzlos. So würde auch nur eine einzige andere als eine Peptidverbindung
unter den Aminosäuren eines Proteins das gesamte Proteinmolekül
unbrauchbar machen.
Forschungen haben gezeigt, dass sich zufällig verbindende
Aminosäuren nur in 50 Prozent aller Fälle durch Peptidbindungen
verbinden und dass es bei den anderen 50 Prozent zu Bindungsarten
kommt, die in Proteinen nicht vorhanden sein dürfen. Weiterhin
müssen alle beteiligten Aminosäuren linksdrehend sein.
Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Kombination eintritt,
ist bei einem Protein mit 400 Aminosäuren 1 zu 10 hoch 120.
  
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