|
Untersuchen wir nun im Detail die Gründe, warum das evolutionistische
Szenario der Proteinbildung unmöglich ist. Auch die korrekte
Reihenfolge der richtigen Aminosäuren reicht noch nicht aus
zur Bildung eines funktionsfähigen Proteinmoleküls. Außer
diesem Erfordernis müssen alle verschiedenen in einem Proteinmolekül
befindlichen Aminosäuren linksdrehend sein. Es gibt zwei Aminosäure-Grundtypen,
"linksdrehende" und "rechtsdrehende" Aminosäuren. Der einzige
Unterschied zwischen ihnen besteht in ihrer spiegelbildlichen
Symmetrie.
Die rechts- und linksdrehenden Isomere desselben Proteins.
Die in Lebewesen vorhandenen Proteine bestehen ausschließlich
aus linksdrehenden Aminosäuren. |
Nur typgleiche Aminosäuren, also entweder rechts- oder linksdrehende,
können sich funktionell miteinander verbinden. Das Erstaunliche
aber ist, dass ausnahmslos alle in Pflanzen und Tieren vorkommenden
Proteine, vom einfachsten bis zum kompliziertesten Organismus,
linksdrehende Aminosäuren sind. Wenn sich eine einzige rechtsdrehende
Aminosäure einer Proteinstruktur anheftet, wird das Protein
nutzlos. Experimente ergaben überraschenderweise, dass Bakterien,
die man mit rechtsdrehenden Aminosäuren in Kontakt brachte,
diese sofort zerstörten. In manchen Fällen "bauten" sie anschließend
linksdrehende, verwendbare Aminosäuren aus den Fragmenten.
Nehmen wir nun für einen Moment an, Leben sei durch Zufall
entstanden. In diesem Fall müssten die zufällig entstandenen
Aminosäuren gleichmäßig in der Natur verteilt sein. Demnach
müssten alle Lebewesen zu gleichen Teilen sowohl rechts- als
auch linksdrehende Aminosäuren aufweisen, denn chemisch ist
die Verbindung beider Typen durchaus möglich. Doch alle Organismen
bestehen ausschließlich aus linksdrehenden Aminosäuren.
Die Frage, wie die Proteine sich nur die linksdrehenden Aminosäuren
aussuchen und warum nicht eine einzige rechtsdrehende Aminosäure
in den Prozess des Lebens einbezogen ist, stellt die Evolutionisten
immer noch vor ein Rätsel. Diese spezifische, bewusste Selektion
ist eine der größten Sackgassen der Evolutionstheorie.
Die eigenartige Asymmetrie der Proteine macht das Problem
der Evolutionisten bezüglich des Zufallsarguments nur noch
größer. Damit ein "sinnvolles" Protein entstehen kann, müssen
nicht nur die Aminosäuren in bestimmter Zahl und Reihenfolge
vorhanden und in der einzig möglichen dreidimensionalen Struktur
kombiniert sein, sondern sie müssen alle linksdrehend sein.
Es gibt keinen Mechanismus natürlicher Selektion, der eine
der Sequenz hinzugefügte rechtsdrehende Aminosäure identifizieren
könnte und erkennen würde, dass diese daher aus der Kette
entfernt werden muss. Diese Zusammenhänge schließen das Einwirken
von Zufall ein und für alle mal aus.
Die Science Encyclopaedia Britannica
(Britische Enzyklopädie der Wissenschaft), eine ausgesprochene
Verteidigerin der Evolutionstheorie, stellt fest, dass die
Aminosäuren aller Organismen der Erde sowie die Bausteine
komplexer Polymere dieselbe linksdrehende Asymmetrie aufweisen.
Dies sei gleichbedeutend damit, eine Million mal eine Münze
zu werfen und immer "Kopf" zu erhalten. Es sei unmöglich zu
verstehen, warum Moleküle links- oder rechtsdrehend sind und
dass diese Wahl auf faszinierende Weise mit dem Ursprung des
Lebens zusammen hänge.248
Wenn eine geworfene Münze eine Million mal "Kopf" zeigt,
ist es logischer, dies dem Zufall zuzuschreiben oder zu akzeptieren,
dass hier eine bewusste Intervention erfolgt? Die Antwort
sollte leicht fallen. Doch so offensichtlich sie auch ist,
Evolutionisten suchen immer noch Zuflucht beim Zufall, weil
sie die Existenz einer bewussten Intervention nicht akzeptieren
wollen.
Eine Situation ähnlich der linksdrehenden Aminosäuren finden
wir auch bei den die kleinsten Bausteine der Aminosäuren darstellenden
Nukleotiden, der DNS und der RNS, jedoch bestehen diese Nukleinsäuren
ausschließlich aus rechtsdrehenden Komponenten. Dies ist ein
anderes Rätsel, das nicht mit dem Zufall erklärt werden kann.
Abschließend ist zu sagen, dass die von uns untersuchten
Wahrscheinlichkeiten in Zusammenhang mit dem vermeintlichen
Ursprung des Lebens ohne jeden Schatten eines Zweifels beweisen,
dass dabei niemals der Zufall im Spiel gewesen sein kann.
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein aus 400 Aminosäuren aufgebautes
Protein ausschließlich aus linksdrehenden Aminosäuren besteht,
ist 10 hoch 120. (Zum Vergleich: Die Zahl aller Elektronen
im Universum wird auf 10 hoch 79 geschätzt, eine immer noch
astronomische Zahl, aber schon bedeutend kleiner.) Die Wahrscheinlichkeit,
dass dann diese linksdrehenden Aminosäuren in der richtigen
Reihenfolge und Funktionalität angeordnet sein könnten, ist
noch viel kleiner. Addiert man diese Wahrscheinlichkeiten
und macht dieselbe Berechnung für die verschiedenen Proteintypen,
erreichen wir einen Punkt, an dem die Ergebnisse dieser Berechnungen
nichtssagend, weil unvorstellbar werden.
  
248 Fabbri
Britannica Bilim Ansiklopedisi (Fabbri Britannica Science
Encyclopaedia), vol. 2, no. 22, S. 519.
|