Neandertaler
(Homo Neandertalensis) waren Menschen, die plötzlich vor 100000
Jahren in Europa auftauchten und wieder verschwanden, oder
sich vor 35000 Jahren assimilierten. Der Unterschied zum modernen
Menschen besteht darin, dass ihre Skelette stärker gebaut
waren und dass ihr Schädelvolumen etwas größer war.
Neandertaler waren eine Menschenrasse, eine Tatsache, die
heute fast jeder anerkennt. Evolutionisten haben lange und
intensiv versucht, sie als primitive Art darzustellen, doch
alle Funde weisen darauf hin, dass sie sich nicht von einem
stark gebauten Menschen unterscheiden, der uns heute auf der
Strasse entgegen kommt. Der prominente Paläoanthropologe Erik
Trinkaus von der Universität New Mexico, ausgewiesener Experte
auf diesem Gebiet, schreibt:
Detaillierte Vergleiche von Skelettüberresten
der Neandertaler mit dem Skelett des modernen Menschen haben
gezeigt, dass es nichts gibt in der
Anatomie des Neandertalers, dass überzeugend auf modernen
Menschen unterlegene motorische, manipulative, intellektuelle
oder linguistische Fähigkeiten hinweisen
würde.202
Viele heutige Forscher definieren den Neandertaler als Unterart
des modernen Menschen und nennen ihn Homo sapiens neanderthalensis.
Der Fossilienbestand zeigt Außerdem, dass
die Neandertaler eine fortgeschrittene Kultur besaßen. Eines
der interessantesten Beispiele dafür ist eine von Neandertalern
aus dem Oberschenkelknochen eines Bären angefertigte Flöte.
Sie wurde im Juli 1995 von dem Archäologen Ivan Turk in einer
Höhle in Nordjugoslawien gefunden. Der Musikwissenschaftler
Bob Fink hat sie untersucht. Er bewies, dass die mit der C14-Methode
auf 43000 - 67000 Jahre datierte Flöte vier Töne und deren
Halbtöne produzieren konnte. Diese Entdeckung zeigte, dass
die Neandertaler die Siebenton-Skala benutzten, die noch heute
die Grundlage westlicher Musik ist. Fink führt weiter aus,
dass "der Abstand zwischen dem zweiten und dritten Loch der
Flöte doppelt so groß ist, wie der zwischen dem dritten und
vierten." Das bedeutet, dass der erste Abstand einen ganzen
Ton repräsentiert und der folgende Abstand einen Halbton.
Fink sagt, "Diese drei Töne... sind zwangsläufig diatonisch
und passen perfekt in jede Standard-Tonleiter, ob modern oder
antik," womit er nachweist, dass die Neandertaler Menschen waren, die theoretische
Musikkenntnisse besaßen und praktische Fähigkeiten zum Bau
von Musikinstrumenten hatten.203
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| DIE NEANDERTALER:
EINE MENSCHENRASSE
Rechts ist ein Homo sapiens neanderthalensis
zu sehen. Der Schädel wurde in Israel gefunden und
sein Besitzer wird auf eine Größe von etwa 1,80 m
geschätzt. Seine Gehirnkapazität entspricht der heutigen:
1740 Kubikzentimeter. Unten sind ein Neandertaler-Skelett
zu sehen und ein Steinwerkzeug, von dem man annimmt,
von ihnen benutzt worden zu sein. Dieser und ähnliche
Funde zeigen, dass die Neandertaler eine Menschenrasse
waren, die im Lauf der Zeit verschwunden ist.
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Andere Fossilienfunde
zeigen, dass Neandertaler ihre Toten begruben, ihre Kranken
versorgten und Halsbänder, Ketten und ähnlichen Schmuck benutzten.204
Ebenso wurde bei Ausgrabungen eine 26000
Jahre alte Nähnadel, die von Neandertalern benutzt wurde,
gefunden. die aus Knochen hergestellte Nadel ist äußerst gerade
und hat eine Öse für den Faden.205
Menschen, die Nähnadeln benutzen und sich kleiden, können
kaum als "primitiv" angesehen werden.
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EINE
NÄHNADEL DER NEANDERTALER
26,000 Jahre alte Nähnadel:
Dieser interessante Fund beweist, dass die
Neandertaler bereits vor zehntausenden von
Jahren die Kenntnisse zum Herstellen von
Kleidung besaßen. (D. Johanson, B. Edgar,
From Lucy to Language, Seite 99). |
EINE FLÖTE DER NEANDERTALER
Eine aus Knochen gefertigte
Flöte der Neandertaler. Berechnungen unter Zugrundelegung
der Maße der Flöte haben gezeigt, dass die Löcher
exakt so angebracht waren, um korrekte musikalische
Töne zu produzieren, es handelt sich also um ein
von einem Fachmann hergestelltes Musikinstrument.
Oben sind die Berechnungen Bob Fink's zu der Flöte
zu sehen.
Im Gegensatz zur evolutionistischen Propaganda zeigen
Entdeckungen wie diese, dass der Neandertaler zivilisiert
lebte und kein primitiver Höhlenmensch war (Der
AAAS Science News Service, "Neanderthals Lived Harmoniously",
3. April 1997).
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Die beste Forschungsarbeit über die Fähigkeit
der Neandertaler, Werkzeuge herzustellen, ist die des Anthropologen
Steven L. Kuhn und der Archäologin Mary C. Stiner, beide Professoren
an der Universität von New Mexiko: Obwohl die beiden Wissenschaftler
Anhänger der Evolutionstheorie sind, zeigen die Ergebnisse
ihrer archäologischen Untersuchungen und Analysen, dass die
tausende von Jahren an der italienischen Südwestküste in Höhlen
lebenden Neandertaler Aktivitäten ausführten, die so komplex
waren, dass sie dieselbe Denkkapazität erfordern wie die des
modernen Menschen.206
Kuhn und Stiner fanden verschiedene Werkzeuge in diesen Höhlen.
Scharfe, zugespitzte Schneidwerkzeuge einschließlich steinerner
Speerspitzen, die vorsichtig zugehauen worden waren. Eine
scharfe Klinge durch das Wegschlagen von Steinschichten zu
produzieren, verlangt zweifellos Intelligenz und Geschicklichkeit.
Eines der größten Probleme bei dieser Prozedur sind die schwer
kalkulierbaren Bruchstellen nahe der Spitze des Steins. Deswegen
muss derjenige, der diese Arbeit durchführt, die aufzuwendende
Kraft und den Auftreffwinkel für seinen Schlag sehr genau
abschätzen können, um die Klinge je nach Wunsch gerade oder
gebogen herstellen zu können.
DEN FAKTEN WIDERSPRECHENDE
PROPAGANDA
Trotzdem Fossilienfunde
zeigen, dass die Neandertaler verglichen mit uns
keine "Primitiven" waren, sondern eine Menschenrasse,
dauern die evolutionistischen Vorurteile unvermindert
an. Der Neandertaler wird immer noch in einigen
evolutionistischen Museen als "Affenmann" beschrieben,
wie in dem Bild links zu sehen ist. Dies ist ein
Hinweis darauf, dass der Darwinismus auf Vorurteilen
und Propaganda beruht, und nicht auf wissenschaftlichen
Entdeckungen.
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Margaret Conkey von der Universität von Kalifornien erklärt,
wie auch schon zu Zeiten vor den Neandertalern Werkzeuge von
intelligenten Menschen hergestellt wurden, die sich dessen
genau bewusst waren, was sie taten:
Wenn sie die Dinge betrachten, die archaische
Menschen mit ihren Händen geformt haben, Levallois Herzen
beispielsweise, das ist keine stümperhafte Technik. Sie
hatten Wertschätzung für das Material mit dem sie arbeiteten,
sie verfügten über ein Verständnis ihrer Welt.207
Wissenschaftliche Entdeckungen zeigen also, dass die Neandertaler,
was Intelligenz und Fertigkeiten angeht, eine Menschenrasse
waren, die sich von uns nicht unterschied. Sie verschwanden
entweder aus der Geschichte, weil sie sich assimilierten und
mit anderen Rassen vermischten, oder sie starben aus uns unbekannten
Gründen aus. "Primitive" oder gar "Halbaffen" waren sie definitiv
nicht.
  
202
Erik Trinkaus, "Hard Times Among the Neanderthals," Natural
History, vol. 87, December 1978, p. 10; R. L. Holloway, "The
Neanderthal Brain: What Was Primitive," American Journal of
Physical Anthropology Supplement, vol. 12, 1991, p. 94. (emphasis
added)
203 "Neandertals Lived Harmoniously,"
The AAAS Science News Service, April 3, 1997.
204 Ralph Solecki, Shanidar,
The First Flower People, Knopf, New York, 1971, p. 196; Paul
G. Bahn and Jean Vertut, Images in the Ice, Windward, Leichester,
1988, p. 72.
205 D. Johanson, B. Edgar,
From Lucy to Language, p. 99.
206 S. L. Kuhn, "Subsistence,
Technology, and Adaptive Variation in Middle Paleolithic Italy,"
American Anthropologist, vol. 94, no. 2, March 1992, pp. 309-310.
207 Roger Lewin, The Origin
of Modern Humans, Scientific American Library, New York, 1993,
p. 131.
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