Der Pleiotropische Effekt

Der wichtigste Beweis dafür, dass Mutationen nur zu Beschädigungen führen, ist der Prozess der genetischen Verschlüsselung. Fast alle Gene eines vollständig entwickelten Lebewesens tragen mehr als nur eine Information. Zum Beispiel kann ein Gen Größe und Augenfarbe des Organismus steuern. Mikrobiologe Michael Denton erklärt diese Eigenschaft von Genen in höher entwickelten Organismen wie dem Menschen so:

1. Die Flügel entwickeln sich nicht.
2. Die hinteren Gliedmaßen erreichen ihre volle Länge, doch sie entwickeln sich nicht vollständig.
3. Es gibt keinen Pelzbelag
4. Atemwege sind vorhanden, doch Lunge und Luftsäcke fehlen.
5. Der Urinaltrakt fehlt, und die Niere entwickelt sich nicht.

Links sieht man ein normal entwickeltes domestiziertes Huhn, rechts die schädlichen Effekte einer Mutation des pleiotropischen Gens. Die Mutation eines einzigen Gens schädigt viele verschiedene Organe. Selbst wenn wir annehmen, eine Mutation könne in einem bestimmten Bereich von Vorteil sein, so würde doch der "pleiotropische Effekt" diesen Vorteil durch Schädigung vieler anderer Organe zunichte machen.

Die Einflüsse von Genen auf die Entwicklung sind oft überraschend vielfältig. Bei der Hausmaus hat nahezu jedes die Hautfarbe steuernde Gen Einfluss auf die Körpergröße. Von 17 mit Röntgenstrahlen hervorgerufenen Augenfarbenmutationen an der Fruchtfliege Drosophila melanogaster, beeinflussten 14 auch die Form der Sexualorgane des Weibchens, eine Eigenschaft, von der man glauben sollte, sie habe überhaupt keine Beziehung zur Augenfarbe. Bei fast jedem Gen, das an höheren Organismen studiert worden ist, hat sich herausgestellt, dass es mehr als nur ein Organsystem beeinflusst, ein Effekt der als Pleiotropie bekannt ist. Mayr drückt dies in Population, Spezies und Evolution so aus: "Es ist zweifelhaft, ob Gene, die nicht pleiotropisch sind, in höheren Organismen überhaupt existieren." 26

Wegen dieser Eigenschaften der Genstruktur von Lebewesen wird jede zufällige Veränderung irgendeines Gens in der DNS durch Mutation mehr als ein Organ betreffen. Die Mutation wird also nicht begrenzt sein auf einen bestimmten Teil des Körpers, sondern einen größeren zerstörerischen Einfluss ausüben. Selbst wenn eine der Auswirkungen sich als positiv erweisen sollte, als Resultat eines sehr seltenen Zufalls, so würden die unvermeidlichen Effekte anderer Beschädigungen diesen Vorteil mehr als aufwiegen.

1. Die Flügel entwickeln sich nicht.
2. Die hinteren Gliedmaßen erreichen ihre volle Länge, doch sie entwickeln sich nicht vollständig.
3. Es gibt keinen Pelzbelag
4. Atemwege sind vorhanden, doch Lunge und Luftsäcke fehlen.
5. Der Urinaltrakt fehlt, und die Niere entwickelt sich nicht.

Links sieht man ein normal entwickeltes domestiziertes Huhn, rechts die schädlichen Effekte einer Mutation des pleiotropischen Gens. Die Mutation eines einzigen Gens schädigt viele verschiedene Organe. Selbst wenn wir annehmen, eine Mutation könne in einem bestimmten Bereich von Vorteil sein, so würde doch der "pleiotropische Effekt" diesen Vorteil durch Schädigung vieler anderer Organe zunichte machen.

Zusammenfassend kann gesagt werden, es gibt drei Hauptgründe, warum Mutationen keine Evolution möglich machen können:

1. Die direkte Auswirkung von Mutationen ist schädlich: Da sie zufällig auftreten, schädigen sie fast immer den Organismus, in dem sie auftreten. Die Vernunft sagt uns, dass eine planlose Intervention in eine perfekte und komplexe Struktur diese Struktur nicht verbessern, sondern eher beeinträchtigen wird. Tatsächlich ist noch niemals eine "nützliche Mutation" beobachtet worden.

2. Mutationen fügen der DNS eines Organismusses keine neuen Informationen hinzu. Die Basenpaare, die die genetische Information tragen, werden entweder aus ihrer Position gerissen und zerstört oder an anderer Stelle wieder eingefügt. Mutationen können keinem Lebewesen ein neues Organ oder eine neue Eigenschaft geben. Sie verursachen ausschließlich Abnormalitäten, wie ein Bein, das aus dem Rücken wächst oder ein Ohr, das am Bauch angewachsen ist.

3. Damit eine Mutation auf die nachfolgende Generation übertragen werden kann, muss sie in den Fortpflanzungszellen eines Organismus erfolgen. Eine zufällige Veränderung, die in irgendeiner Zelle oder einem beliebigen Organ des Körpers passiert, kann nicht auf die nächste Generation übertragen werden. Zum Beispiel wird ein durch Strahlung oder andere Einflüsse verändertes menschliches Auge nicht an nachfolgende Generationen weitergegeben.

All die oben gegebenen Erklärungen weisen darauf hin, dass natürliche Selektion und Mutationen überhaupt keinen evolutionären Effekt haben. Bis jetzt hat es kein beobachtbares Beispiel gegeben, dass Evolution dadurch zustande kam. Manche Biologen behaupten mitunter, dass sie "den evolutionären Effekt der natürlichen Selektion und von Mutationen nicht beobachten können, weil sie über sehr lange Zeiträume hinweg stattfinden". Doch dieses Argument entbehrt jeder Grundlage, da es keinerlei wissenschaftliche Basis besitzt. Ein Wissenschaftler kann während seines Lebens tausende Generationen von Lebewesen beobachten mit Lebensspannen die so kurz sind wie die der Fruchtfliege oder von Bakterien, und er wird immer noch keine "Evolution" finden können. Pierre-Paul Grassé sagt folgendes über die unveränderliche Natur der Bakterien, eine Tatsache, die gegen Evolution spricht:


Das Escherichia coli Bakterium unterscheidet sich nicht von Milliarden Jahre alten Exemplaren. Zahllose Mutationen in diesem extrem langen Zeitraum führten nicht zu strukturellen Veränderungen.

Bakterien... sind die Organismen, die aufgrund ihrer großen Zahl die meisten Mutanten hervorbringen. Bakterien... bleiben ihrer Art treu. Der Bazillus Escherichia coli, dessen Mutanten sehr genau studiert worden sind, ist das beste Beispiel. Der Leser wird wohl zustimmen, dass es überraschend ist, um das mindeste zu sagen, die Evolution beweisen und ihren Mechanismus entdecken zu wollen und dazu ein Studienobjekt zu nehmen, das praktisch seit einer Milliarde Jahren unverändert ist! Was ist der Nutzen unverminderter Mutationen, wenn sie keine evolutionären Veränderungen bewirken? In der Summe sind Mutationen von Bakterien Fluktuationen in der Erbmasse, die um einen Durchschnittsbereich herum liegen, mit Schwankungen nach links und rechts, aber ohne evolutionären Effekt. Kakerlaken, die zu den ältesten lebenden Insektenarten gehören, sind seit dem Permzeitalter mehr oder weniger unverändert geblieben, doch sie haben genauso viele Mutationen durchlaufen wie Drosophila, ein Insekt aus dem Tertiär.27

Kurz, es ist unmöglich, dass sich Lebewesen entwickelt haben können, weil es keinen Mechanismus in der Natur gibt, der Evolution hervorrufen würde. Außerdem stimmt diese Schlussfolgerung überein mit dem Bestand an Fossilienfunden, der nicht die Existenz eines Evolutionsprozesses zeigt, sondern eher das genaue Gegenteil.

26 Michael Denton, Evolution: A Theory in Crisis, Burnett Books Ltd., London, 1985, S. 149.
27 Pierre-Paul Grassé, Evolution of Living Organisms, Academic Press, New York, 1977, S. 87. (Hervorhebung wurde hinzugefügt).

 
Diese Webseite basiert auf das Buch 'DER WIDERLEGTE DARWINISMUS' von HARUN YAHYA.
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