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Der deutsche Psychiater Hoimar von Dithfurt, ein prominenter
Evolutionist, ist ein gutes Beispiel dieses engstirnigen materialistischen
Verständnisses. Nachdem er ein Beispiel anführt für die extrem
komplexe Zusammensetzung des Lebens, sagt er folgendes zu
der die Frage, ob das Leben durch Zufall entstanden sein kann
oder nicht:
Ist eine solche nur dem Zufall entspringende
Harmonie in der Realität wirklich möglich? Dies ist die
zentrale Frage der gesamten biologischen Evolution. ...
Kritisch gesprochen können wir sagen, dass jemand, der die
moderne Naturwissenschaft akzeptiert, gar keine Alternative
hat, als diese Frage zu bejahen, denn er will die Phänomene
der Natur mit verstehbaren Mitteln erklären, und er versucht,
sie aus den Naturgesetzen abzuleiten, ohne einen übernatürlichen
Eingriff annehmen zu müssen.392
Genau so ist es. Wie von Ditfurth sagt,
das Grundprinzip der materialistischen wissenschaftlichen
Auffassung ist die Verneinung eines übernatürlichen Einflusses
bei der Erklärung des Lebens, das heißt bei der Schöpfung.
Wird dieses Prinzip einmal angenommen, werden auch die unmöglichsten
Szenarien ohne weiteres akzeptiert. Beispiele für diese Dogmamentalität
finden sich überall in der evolutionistischen Literatur. Professor
Ali Demirsoy, der bekannte türkische Advokat der Evolutionstheorie
in der Türkei, ist nur einer von vielen. Wie er selbst sagt,
ist die Wahrscheinlichkeit der zufälligen Entstehung des für
das Leben essentiellen Cytochrom-C Proteins so unwahrscheinlich
wie die Möglichkeit, "dass ein Affe fehlerlos die Geschichte
der Menschheit auf einer Schreibmaschine niederschreibt".393
Zweifellos würde man sich mit der Akzeptanz dieser Möglichkeit
endgültig von den Grundprinzipien der Vernunft und des Verstandes
verabschieden. Ein einziger korrekt geschriebener Buchstabe
auf einem Blatt Papier lässt uns sicher sein, dass er von
einem Menschen geschrieben wurde. Wenn wir ein Buch über die
Weltgeschichte sehen, ist es eher noch sicherer, dass das
Buch von einem Autor geschrieben wurde. Kein logisch denkender
Mensch würde annehmen, dass die Buchstaben in solch einem
großen Buch sich "zufällig" zusammengefunden haben sollen.
Es ist jedoch sehr interessant zu sehen, dass der evolutionistische
Wissenschaftler Demirsoy diesen irrationalen Vorschlag akzeptiert:
Von Bedeutung ist, die Wahrscheinlichkeit
der Bildung einer Cytochrom-C Sequenz ist praktisch gleich
null. Wenn die Existenz des Lebens eine bestimmte Sequenz
erfordert, kann man sagen, dass diese wahrscheinlich im
gesamten Universum nur ein einziges mal entsteht. Andernfalls
müsste eine metaphysische Kraft
jenseits des Kataloges unserer Definitionen bei seiner Entstehung
aktiv gewesen sein. Letzteres zu akzeptieren ist der
Sache der Wissenschaft unangemessen. Also müssen
wir uns mit der ersten Möglichkeit befassen.394
Demirsoy schreibt also nichts anderes, als dass er das Unmögliche
in Betracht zieht, um keine übernatürlichen Kräfte annehmen
zu müssen, anders ausgedrückt, die Existenz eines Schöpfers.
Ziel der Wissenschaft ist jedoch nicht, die Akzeptanz der
Existenz übernatürlicher Kräfte zu vermeiden. Eine Wissenschaft
unter einer solchen Prämisse führt nirgendwo hin. Sie soll
vielmehr vorurteilsfrei die Natur beobachten und Schlüsse
aus deren Beobachtung ziehen. Wenn diese Schlüsse nahe legen,
dass sich in der Natur die Planung einer übernatürlichen Intelligenz
ausdrückt, dann muss die Wissenschaft diese Tatsache akzeptieren.
Wenn man das, was diese Leute "die Sache der Wissenschaft"
nennen, genauer untersucht, kommt das materialistische Dogma
zum Vorschein, dass nur Materie existiert und dass alles in
der Natur durch materielle Prozesse erklärt werden kann. Dies
ist keine "Sache der Wissenschaft", sondern nur materialistische
Philosophie. Sie versteckt sich lediglich hinter oberflächlichen
Begriffen und bringt Wissenschaftler dazu, völlig unwissenschaftliche
Schlüsse zu ziehen. Es ist also nicht überraschend, wenn Demirsoy
bei einem weiteren Phänomen - die Herkunft der Mitochondrien
in der Zelle - ganz offen den Zufall als zureichende Erklärung
ansieht, auch wenn dies "dem wissenschaftlichen Denken völlig
widerspricht".
Der Kern des Problems liegt in der Frage,
wie Mitochondrien diese Eigenschaft erworben haben, denn
deren zufälliger Erwerb durch nur ein einziges Mitochondrium
erfordert extrem geringe Wahrscheinlichkeiten, die miteinander
völlig unvereinbar sind... Die Enzyme, die die Zellatmung
bewirken und bei jedem einzelnen Schritt in unterschiedlicher
Weise als Katalysatoren fungieren, sind das "Herz" des Mechanismus.
Eine Zelle muss diese Enzymsequenz vollständig enthalten,
sonst ist sie sinnlos. An dieser Stelle müssen wir, obwohl
es biologischem Denken widerspricht und um eine dogmatischere
oder spekulativere Erklärung zu vermeiden, zögernd akzeptieren,
dass all die Respirationsenzyme vollständig in der Zelle
existiert haben müssen, bevor die Zelle überhaupt das erste
Mal mit Sauerstoff in Kontakt kam.395
Aus solchen Äußerungen kann man nur schließen, dass die Evolutionstheorie
nicht durch wissenschaftliche Untersuchungen zustande gekommen
ist. Form und Inhalt der Theorie hatten sich vielmehr nach
den Erfordernissen materialistischer Philosophie zu richten.
Später verwandelte sie sich trotz vorliegender gegenteiliger
wissenschaftlicher Fakten in ein Dogma. An der evolutionistischen
Literatur lässt sich auch hier wieder erkennen, dass all diese
Anstrengungen einem ganz bestimmten Zweck dienen - und dieser
Zweck schließt jeden Glauben daran, dass das Leben erschaffen
worden ist, kategorisch aus, ohne Rücksicht auf den Preis,
der dafür zu bezahlen ist.
  
392 Hoimar
Von Dithfurth, Im Anfang War Der Wasserstoff (Secret Night
of the Dinosaurs), vol. 2, S. 64. (Hervorhebung wurde hinzugefügt)
393 Prof. Dr. Ali Demirsoy,
Kalitim ve Evrim (Inheritance and Evolution), Meteksan Publishing
Co., Ankara, 1984, S. 61. (Hervorhebung wurde hinzugefügt)
394 Ali Demirsoy, Kalitim ve
Evrim (Inheritance and Evolution), Meteksan Publishing Co.,
Ankara, 1984, S. 61. (Hervorhebung wurde hinzugefügt)
395 Ali Demirsoy, Kalitim ve
Evrim (Inheritance and Evolution), Meteksan Publishing Co.,
Ankara, 1984, S. 94-95. (Hervorhebung wurde hinzugefügt)
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