Die Fortpflanzung des Rheobatrachus Silus

Irreduzible Komplexität ist keine Eigenschaft, die nur auf der Ebene der Biochemie oder bei komplizierten Organen beobachtbar ist. Viele biologische Systeme weisen diese Eigenschaft auf und widerlegen die Evolutionstheorie in jedem einzelnen Fall. Die außergewöhnliche Art der Fortpflanzung des Rheobatrachus Silus, einer australischen Froschart, ist ein Beispiel dafür.

Die Weibchen dieser Froschart brüten ihrer jungen im Magen aus und gebären sie durch den Mund. Doch damit dies geschehen kann, muss eine Reihe von Anpassungen gleichzeitig vorgenommen werden, wobei kein Fehler unterlaufen darf: Die Einstruktur muss vorbereitet werden, die Magensäure muss neutralisiert werden, und das Weibchen muss kräftig genug sein, wochenlang ohne Nahrung zu leben.

Die Weibchen dieser Art benutzen eine ganz besondere Methode, ihre Eier nach der Befruchtung zu schützen. Sie verschlucken sie. Die Kaulquappen wachsen die ersten sechs Wochen, nachdem sie geschlüpft sind, im Magen der Mutter heran. Wie ist es möglich, dass sie im Magen verbleiben können, ohne verdaut zu werden?

Ein vollkommen fehlerloses System wurde geschaffen, dass dies ermöglicht. Zunächst einmal nimmt das Weibchen in diesen sechs Wochen keinerlei Nahrung oder Flüssigkeit mehr zu sich, so dass der Magen ausschließlich den Kaulquappen zur Verfügung steht. Eine andere Gefahr besteht in der normalerweise vorhandenen Absonderung von Magensäure und Pepsin innerhalb des Magens. Diese würden dem Nachwuchs eigentlich schnell den Garaus machen. Doch dies wird durch eine besondere Maßnahme verhindert. Die Verdauungsflüssigkeiten im Magen der Mutter werden durch das Hormon Prostaglandin E2 neutralisiert, dass zunächst von den Eiern und später von den Kaulquappen selbst produziert wird. So kann der Nachwuchs gesund heranwachsen, obwohl er in einem Säurebad schwimmt.

Wie ernähren sich die Kaulquappen nun in dem leeren Magen? Auch daran wurde gedacht. Die Eier dieser Froschart sind erheblich größer als die anderer Arten, und sie enthalten einen sehr proteinreichen Eidotter, der ausreicht, die Kaulquappen sechs Wochen lang zu ernähren. Auch der Zeitpunkt der Geburt ist perfekt abgestimmt. Die Speiseröhre des weiblichen Frosches erweitert sich während der Geburt genau wie die Vagina der Säugetiere. Danach kehren Speiseröhre und Magen in ihren Normalzustand zurück und das Weibchen beginnt wieder mit der Nahrungsaufnahme.363

Das wundersame Fortpflanzungssystem des Rheobatrachus Silus widerlegt eindeutig die Evolutionstheorie, da das gesamte System irreduzibel komplex ist. Jedes Stadium muss vollständig abgeschlossen werden, damit der Frosch überleben kann. Die Mutter muss die Eier verschlucken und darf sechs Wochen lang nichts fressen oder trinken. Die Eier müssen das entsprechende Hormon absondern, das die Magensäure neutralisiert. Auch die Zugabe des besonders proteinreichen Eidotters ist notwendig. Die Weitung der Speiseröhre des Weibchens darf nicht zu einem beliebigen Zeitpunkt erfolgen. Würden alle diese Vorgänge nicht in genau der richtigen Reihenfolge ablaufen, würden die Froschbabys nicht überleben und die Art würde aussterben.

Aus diesen Gründen kann dieses System sich nicht graduell entwickelt haben, wie in der Evolutionstheorie behauptet wird. Diese Art hat mit dem vollständigen, funktionsfähigen System existiert, seit das erste Exemplar in die Welt kam. Anders ausgedrückt, sie ist erschaffen worden.

363 William E. Duruelleman & Linda Trueb, "The Gastric Brooding Frog," Megraw-Hill Book com., 1986.)

 
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