Die irreduzible Komplexität des "primitiven" Auges

Es bleibt festzustellen, dass die von Darwin als "primitiv" beschriebenen Augen tatsächlich auch bereits eine irreduzibel komplexe Struktur besaßen, die mit dem Zufall nicht erklärt werden kann. Selbst für die einfachste Form des Sehvermögens müssen einige der Zellen einer Kreatur lichtempfindlich werden, sie müssen also die Fähigkeit besitzen, in einer helligkeitsabhängigen korrelierenden Reaktion elektrische Signale zu erzeugen. Ein Nervenstrang, der von diesen Zellen zum Gehirn führt, muss entstehen, und es muss sich ein Sehzentrum im Gehirn bilden, das die erhaltene Information auswertet. Es ist sinnlos, vorzuschlagen, all diese Komponenten seien zufällig gleichzeitig bei demselben Lebewesen entstanden. In seinem Buch Evrim Kurami ve Bagnazlik (Evolutionstheorie und Bigotterie), das eigentlich als Verteidigung der Evolutionstheorie gedacht war, gibt der evolutionistische Autor Cemal Yildirim diese Tatsache zu, wenn er schreibt:

Zahlreiche von Mechanismen müssen zur Funktion des Sehvermögens zusammenarbeiten. Wie das Auge und seine internen Komponenten können wir die Verbindungen zwischen besonderen Gehirnarealen und dem Auge nennen. Wie hat diese komplexe Schöpfung dieses Systems stattgefunden? Folgt man den Biologen, war der erste Schritt zur Entstehung des Auges im Evolutionsprozess die Bildung eines kleinen, lichtempfindlichen Bereichs auf der Haut primitiver Lebewesen. Doch welchen Vorteil unter dem Gesichtspunkt der natürlichen Selektion hätte eine solch minimale Veränderung der Kreatur verschaffen können? Auch muss ein Sehzentrum im Gehirn entstehen und ein Nervensystem, dass mit ihm verbunden ist. Solange die komplizierten Mechanismen nicht miteinander verbunden sind, können wir nicht erwarten, etwas entstehen zu sehen, dass wir als "Sehvermögen" bezeichnen könnten. Darwin glaubte, Veränderungen entstünden durch Zufall. Wenn das der Fall wäre, wären dann das gleichzeitige Auftauchen und die Zusammenarbeit all der vielen für das Sehvermögen notwendigen Veränderungen an verschiedenen Stellen des Organismusses nicht eher ein mystisches Puzzle?... Wie auch immer, das Sehvermögen verlangt zu seiner Entstehung eine Reihe harmonisch ablaufender, komplementärer Veränderungen... Manche Molluskenaugen haben eine Retina, Hornhaut und eine Linse aus Zellstoff, genau wie unsere Augen. Wie aber können wir den Evolutionsprozess dieser beiden ganz verschiedenen Augentypen erklären, deren jeder eine Abfolge ganz bestimmter Ereignisse voraussetzt, die aber zufällig durch natürliche Selektion herbeigeführt worden sein müssen? Es sollte Thema einer Debatte sein, ob Darwinisten in der Lage gewesen sind, eine befriedigende Erklärung dieser Frage zu liefern...352

Aus evolutionistischer Sichtweise wird die Lage immer verzwickter, je mehr man ins Detail geht. Eines dieser wichtigen Details ist die Behauptung über "die Zelle, die lichtempfindlich wurde". Darwinisten vertuschen dies, indem sie sagen, "Sehvermögen kann begonnen haben mit einer einzigen Zelle, die lichtempfindlich geworden ist." Doch welche Anatomie müsste eine solche angenommene Zelle gehabt haben?

352 Cemal Yildirim, Evrim Kurami ve Bagnazlik (Theory of Evolution and Bigotry), Bilgi Publications, January 1989, S. 58-59. (Hervorhebung wurde hinzugefügt)

 
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