Das Design des menschlichen Auges

Das menschliche Auge ist ein sehr kompliziertes System, dass aus der Verbindung von mehr als 40 separaten Komponenten besteht. Betrachten wir nur eine dieser Komponenten: die Augenlinse. Normalerweise bemerken wir es gar nicht, doch was uns ermöglicht, alle Dinge scharf zu sehen, ist die konstante automatische Fokussierung der Linse. Wenn Sie wollen, führen Sie dazu ein kleines Experiment durch: Halten Sie einen Zeigefinger hoch, etwa 50 cm vor ihr Gesicht. Fixieren Sie nun eine Weile die Fingerspitze und anschließend die Zimmerwand dahinter. Jedes Mal, wenn Sie ihren Blick auf Wand oder Finger wechseln, spüren Sie eine Anpassung Ihres Auges.

Diese Anpassung wird von um die Augenlinse herum angeordneten kleinen Muskeln durchgeführt. Jedes Mal, wenn wir etwas betrachten, werden diese Muskeln aktiv und ändern die Krümmung der Linse, so dass wir in unterschiedlichen Entfernungen befindliche Objekte scharf sehen können. Unser Leben lang führt die Linse diese Anpassung aus und sie macht nie einen Fehler dabei. Photographen nehmen die gleichen Anpassungen an den Objektiven ihrer Kameras vor, doch meistens dauert es eine Weile, bevor sie die korrekte Fokussierung gefunden haben. Heute werden Kameras mit automatischer Scharfstellung hergestellt, doch keine von ihnen fokussiert so schnell und so gut wie das menschliche Auge.

Damit das Auge dies leisten kann, müssen seine mehr als 40 Hauptkomponenten gleichzeitig vorhanden sein und perfekt zusammen arbeiten. Die Linse ist nur eine davon. Selbst wenn alle anderen

Komponenten wie Hornhaut, Iris, Pupille, Retina und Augenmuskeln vorhanden wären, perfekt funktionierten und nur das Augenlid fehlen würde, nähme das Auge in kurzer Zeit ernsthaften Schaden und könnte seine Aufgabe nicht mehr erfüllen. In gleicher Weise würde das Auge auch bei Vorhandensein aller Subsysteme austrocknen und innerhalb weniger Stunden erblinden, falls die Tränenproduktion aufhören würde.


Das menschliche Auge funktioniert durch die Zusammenarbeit von mehr als 40 Bestandteilen. Wenn nur eines fehlen würde, wäre das Auge nutzlos. Jedes dieser 40 Einzelelemente hat seine eigene komplexe Struktur. Die Retina an der rückwärtigen Innenseite des Augapfels besteht zum Beispiel aus 11 Schichten (oben rechts), von denen jede eine andere Funktion hat. Die Evolutionstheorie kann die Entwicklung eines solch komplexen Organs nicht erklären.

Die evolutionstheoretische Behauptung der Reduzierbarkeit verliert angesichts der komplizierten Anatomie des Auges ihren Sinn, weil alle seine Teile gleichzeitig vorhanden sein müssen. Es ist daher nicht möglich, dass die Mechanismen der natürlichen Selektion und der Mutation die dutzende verschiedenen Subsysteme des Auges hervorbringen können, wenn sie nicht in jedem "Entwicklungsstadium" bis hinein in das letzte Stadium einen konkreten Vorteil herbeiführen würden. Professor Ali Demirsoy beschreibt diese Tatsache mit folgenden Worten:

Auch ein dritter Einwand ist kaum widerlegbar. Wie war es möglich, dass ein kompliziertes Organ plötzlich entstehen konnte, selbst wenn damit Vorteile einhergingen? Wie konnten sich beispielsweise Linse, Retina, Sehnerv und alle anderen Teile, die bei Wirbeltieren eine Rolle für das Sehvermögen spielen, plötzlich bilden? Denn die natürliche Selektion kann nicht auswählen zwischen Sehnerv und Retina. Die Entstehung der Linse ist sinnlos, wenn keine Retina vorhanden ist. Für das Sehvermögen ist die simultane Entwicklung aller notwendigen Strukturen unabdingbar. Da Teile, die sich separat entwickelten, nicht benutzt werden könnten, wären sie sinnlos und würden mit der Zeit vielleicht wieder verschwinden. Doch ihre gleichzeitige Entwicklung setzt das Zusammentreffen unvorstellbar kleiner Wahrscheinlichkeiten voraus.350

Was Professor Demirsoy hier als "unvorstellbar kleine Wahrscheinlichkeiten" bezeichnet, bedeutet praktische Unmöglichkeit. Es ist völlig unmöglich, dass das Auge ein "Zufallsprodukt" ist. Auch Darwin hatte große Schwierigkeiten angesichts dieser Tatsache, und er gab in einem Brief zu, "Ich erinnere mich gut an die Zeit, als der Gedanke an das menschliche Auge mich frösteln ließ."351

In The Origin of Species (Der Ursprung der Arten) befasste sich Darwin mit dem ernsthaften Problem der komplexen Anatomie des Auges. Die einzige Lösung, die er finden konnte, war der Hinweis auf die einfachere Augenstruktur anderer Lebewesen. Er stellte die Hypothese auf, die komplexeren Augen hätten sich aus einfacheren entwickelt. Doch sie entspricht nicht der Realität. Die Paläontologie zeigt, dass die Lebewesen mit bereits intakten, zunehmend komplexeren Strukturen in der Welt auftauchten. Das älteste bekannte Sehorgan ist das Trilobitenauge. Diese 530 Millionen Jahre alte Augenstruktur ist ein optisches Wunder, dass über ein Doppellinsensystem verfügte. Dies widerlegt vollständig Darwins Annahme, komplexe Augen hätten sich aus "primitiven" Augen entwickelt.

350 Prof. Dr. Ali Demirsoy, Kalitim ve Evrim (Inheritance and Evolution), Meteksan Publications, Ankara, S. 475. (Hervorhebung wurde hinzugefügt)
351 Norman Macbeth, Darwin Retried: An Appeal to Reason, Harvard Common Press, 1971, S. 131.

 
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