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Das Konzept der irreduziblen Komplexität wurde von dem Biochemiker
Michael J. Behe von der Lehigh University in den Vereinigten
Staaten entwickelt. In seinem Buch Darwins Black Box: The
Biochmical Challenge to Evolution (Darwins schwarzer Kasten:
Die Herausforderung der Evolution durch die Biochemie) von
1996 untersucht Behe die irreduzibel komplexe Struktur der
Zelle und eine Reihe anderer biochemischer Strukturen und
zeigt, dass diese nicht durch Evolution zustande gekommen
sein können. Nach Behe ist die wirkliche Erklärung für das
Leben ein intelligentes Design.
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Ein Elektromotor - doch nicht
der eines Haushaltsgeräts oder eines Fahrzeugs. Er befindet
sich in einer Bakterie. Dank dieses Antriebs können
Bakterien ihre Geißel oder Flagellum bewegen und sich
im Wasser fortbewegen. Dies wurde in den 1970ern entdeckt
und verblüffte die Welt der Wissenschaft, denn dieses
aus über 240 Elementen bestehende Organ kann nicht durch
Zufallsmechanismen erklärt werden, wie Darwin vorgeschlagen
hatte. |
Behe's Buch war ein ernsthafter Schlag für die Evolutionstheorie.
Peter van Inwaagen, Philosophieprofessor an der Universität
von Notre Dame, hebt die Bedeutung dieses Buches hervor:
Wenn Darwinianer dieses Buch ignorierten,
falsch darstellten oder lächerlich machten, dann wäre das
ein Beweis für die verbreitete Verdächtigung, der Darwinismus
sei heute eher eine Ideologie als eine wissenschaftliche
Theorie. Wenn sie Behe's Fragen beantworteten, wäre es ein
wesentlicher Beitrag zur Reputation des Darwinismus.349
Ein hochinteressantes Beispiel der irreduziblen Komplexität,
das Behe in seinem Buch anführt, ist das des Geißeltierchens,
einer Bakterie, die über ein peitschenähnliches Organ (Flagellum)
verfügt, mit dessen Hilfe es sich in einer flüssigen Umgebung
fortbewegt. Das Organ ist in die Zellmembran eingebettet und
befähigt die Bakterie, sich mit gewünschter Geschwindigkeit
in eine ausgewählte Richtung zu bewegen.
Wissenschaftlern war das Flagellum bereits seit einiger Zeit
bekannt. Doch seine strukturellen Details, die erst im vergangenen
Jahrzehnt bekannt wurden, waren eine große Überraschung. Man
entdeckte, dass das Geisseltierchen sich vermittels eines
sehr komplizierten "organischen Motors" bewegt und nicht durch
einen einfachen Vibrationsmechanismus, wie man zuvor geglaubt
hatte. Dieser Motor mit Propeller funktioniert nach denselben
Prinzipien wie die mechanischen Teile eines Elektromotors.
Es gibt zwei Hauptteile: einen beweglichen, den "Rotor" und
einen stationären, den "Stator".
Das Flagellum unterscheidet sich von allen anderen organischen
Systemen, die für mechanische Bewegung sorgen. Die Zelle benutzt
keine verfügbare Energie, die als ATP Moleküle gespeichert
wäre. Sie hat stattdessen eine besondere Energiequelle: Sie
zieht Energie aus dem Ionenstrom durch ihre äußeren Zellmembranen.
Die innere Struktur des Motors ist extrem komplex. Annähernd
240 unterschiedliche Proteine sind es, aus denen das Flagellum
zusammengesetzt ist. Jedes ist genau positioniert. Wissenschaftler
haben festgestellt, dass diese Proteine die Signale übertragen,
mit denen der Motor ein- und ausgeschaltet wird, Verbindungen
eingehen, um Bewegungen auf atomarer Ebene zu ermöglichen
und dass sie andere Proteine aktivieren, die das Flagellum
mit der Zellmembran verbinden.
Die komplizierte Struktur des bakteriellen Flagellums ist
irreduzibel, das allein führt die Evolutionstheorie ad absurdum.
Würde nur ein einziges Molekül entfernt oder beschädigt werden,
würde das Flagellum nicht mehr funktionieren und wäre nutzlos.
Es muss vom ersten Moment seiner Existenz an perfekt gearbeitet
haben. Allein diese Tatsache belegt den Unsinn der Behauptung
der Evolutionstheorie einer "schrittweisen Entwicklung". Tatsächlich
hat bisher nicht einer der evolutionistischen Biologen die
Herkunft des bakteriellen Flagellums erklären können.
Das Flagellum des Geisseltierchens ist der klare Beweis,
dass selbst in so genannten primitiven Kreaturen ein außergewöhnliches
Design vorherrscht. Seitdem die Menschen mehr über diese Details
lernen, wird immer offensichtlicher, dass die von den Wissenschaftlern
des 19. Jahrhunderts als die einfachsten Organismen angesehenen
Bakterien in Wahrheit genau so komplex sind, wie andere auch.
  
349 Peter
van Inwagen, Review about Michael Behe's Darwin's Black Box.
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