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In seinem Buch hat Darwin den Ursprung des Lebens nie erwähnt. Das primitive
Wissenschaftsverständnis seiner Zeit ging von der Annahme
aus, dass das Leben auf sehr einfachen Strukturen beruht.
Seit dem Mittelalter war die Theorie der spontanen Entstehung
weitgehend akzeptiert, dass unbelebte Materie eine Anordnung
annehmen kann, die Leben hervorbringt. Man glaubte, dass Insekten
aus Essensresten entstehen, weiter stellte man sich vor, Mäuse
entsprängen aus Weizen. Zum Beweis dieser Theorie wurden
obskure Experimente durchgeführt: Man legte einige Weizenkörner
auf ein schmutziges Stück Tuch und glaubte, zum fälligen
Zeitpunkt würden Mäuse daraus auftauchen.

Louis Pasteur widerlegte die Annahme, Leben
könne aus unbelebten Substanzen entstehen.
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In ähnlicher Weise glaubte man, die Tatsache, dass Maden
aus Fleisch hervorkrochen,sei ein Beweis für die spontane
Entstehung. Erst einige Zeit später kam man dahinter, dass
Maden nicht spontan entstehen, sondern von Fliegen in Form von
Larven übertragen werden, unsichtbar für das menschliche
Auge.
Noch zu Darwins' Zeiten, als der Ursprung der Arten geschrieben
wurde, war der Glaube, Bakterien entstünden aus unbelebter
Materie, weit verbreitet.
Jedoch nur fünf Jahre nach der Veröffentlichung
von Darwins Buch stellte Louis Pasteur nach langen Studien
und Experimenten seine Forschungsergebnisse vor, die die Theorie
der spontanen Entstehung widerlegten, einen der Eckpfeiler
von Darwins' Theorie. In seiner triumphalen Vorlesung 1864
an der Sorbonne sagte Pasteur: "Die Theorie der spontanen
Entstehung wird sich von dem Schlag, den ihr dieses Experiment
versetzt hat, nicht wieder erholen."2
Befürworter der Evolutionstheorie weigerten sich lange
Zeit, Pasteur's Ergebnisse zu akzeptieren. Als der Fortschritt
der Wissenschaft jedoch die die komplexe Struktur der Zelle
aufdeckte, geriet die Vorstellung, Leben könnte zufällig
entstehen, immer tiefer in die Sackgasse. Wir werden dies
in diesem Buch detailliert betrachten.
  
2 Sidney Fox, Klaus Dose. Molecular Evolution
and The Origin of Life. W.H. Freeman and Company, San Francisco,
1972, S. 4.
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