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Charles Darwin gründete seine Theorie auf zahlreiche Beobachtungen,
die er als junger Naturwissenschaftler ab 1831 während einer
fünf Jahre dauernden Weltreise im Auftrag der britischen Krone
an Bord der H.M.S. Beagle machte. Der junge Darwin war beeindruckt
von der Artenvielfalt der Tiere die er beobachtete, insbesondere
von den verschiedenen Finken auf den Galapagos Inseln. Darwin
glaubte, die unterschiedlichen Schnäbel dieser Vögel seien
das Ergebnis ihrer Anpassung an unterschiedliche Lebensräume.
Nach seiner Reise begann Darwin, Viehmärkte in England zu
besuchen. Er beobachtete, dass Viehzüchter neue Züchtungen
von Kühen hervorbrachten, indem sie Tiere mit unterschiedlichen
Eigenschaften miteinander paarten. Diese Erfahrung, kombiniert
mit dem Wissen um die unterschiedlichen Finkenarten der Galapagos
Inseln, trug zur Formulierung seiner Theorie bei. 1859 veröffentlichte
er seine Ansichten in seinem Buch Der Ursprung der Arten.
In diesem Buch postulierte er, dass alle Arten von einem einzigen
Vorfahren abstammten und dass sie sich durch aufeinander aufbauende
leichte Veränderungen im Lauf der Zeit entwickelt hätten.
Was Darwins Theorie von Lamarcks' unterschied, war die besondere
Betonung der "natürlichen Auslese". Darwin nahm die Existenz
eines Überlebenskampfs in der Natur an, natürliche Auslese
hieß für ihn das Überleben starker Arten, die sich am besten
an ihre Umweltbedingungen anpassen konnten. Darwin argumentierte
folgendermaßen:
Eine Art unterliegt natürlichen und zufälligen Veränderungen.
Einige Kühe sind größer als andere, andere haben eine dunklere
Farbe. Die natürliche Auslese sorgt dafür, dass sich vorteilhafte
Eigenschaften herausbilden. Dadurch steigt die Zahl vorteilhafter
Gene einer Art, was bewirkt, dass die Eigenschaften dieser
Art sich den örtlichen Umweltbedingungen besser anpassen.
Im Lauf der Zeit können diese Veränderungen beträchtlich genug
sein, um eine neue Art entstehen zu lassen.
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Charles Darwin entwickelte seine
Theorie, als die Wissenschaft sich noch in einem
primitiven Stadium befand. Das Leben, gesehen durch
Mikroskope wie dieses hier, schien eine sehr einfache
Struktur zu haben. Dieser Irrtum wurde zur Basis
des Darwinismus.
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Doch von Anfang an tauchten Zweifel auf an der Theorie der
Evolution durch natürliche Auslese:
1. Was waren die natürlichen
und die zufälligen Veränderungen, auf die Darwin sich bezog?
Es stimmte, dass manche Kühe größer als andere waren und wieder
andere eine dunklere Farbe hatten, doch wie konnten solche
Abweichungen eine Erklärung liefern für die Vielfalt der Tier-
und Pflanzenarten?
2. Darwin behauptete, das Leben
entwickele sich allmählich, stufenweise. In diesem Fall müssten
Millionen von "Übergangsformen" gelebt haben. Doch von diesen
theoretischen Kreaturen gab es bei den bis dahin gefundenen
Fossilien keine Spur. Darwin hatte lange über dieses Problem
nachgedacht und war zu dem Schluss gekommen, dass spätere
Forschungen diese Fossilien zu Tage fördern würden.
3. Wie konnte die natürliche
Auslese komplexe Organe wie Augen, Ohren oder Flügel erklären?
Wie kann begründet werden, dass diese Organe sich stufenweise
entwickelt haben sollen, wenn man weiß, dass sie nicht funktionieren
können, wenn nur ein einziger ihrer Bestandteile fehlt?
4. Bevor wir uns diesen Fragen
zuwenden, betrachten wir das folgende Problem: Wie entstand
der allererste Organismus, nach Darwin der Vorfahr aller Arten?
Können natürliche Prozesse etwas beleben, das vorher unbelebt
war?
Zumindest einiger dieser Fragen war sich Darwin bewusst,
wie man in dem Kapitel "Probleme der Theorie" in seinem Buch
nachlesen kann. Doch die Antworten, die er gab, hatten keinen
wissenschaftlichen Wert. H.S. Lipson, ein Britischer Physiker,
gibt folgenden Kommentar ab über diese Probleme Darwins:
Bei der Lektüre von Der Ursprung der Arten
fiel mir auf, dass Darwin selbst sich bei weitem nicht so
sicher war, wie es oft dargestellt wird; das Kapitel "Probleme
der Theorie" zum Beispiel zeigt beträchtliche Selbstzweifel.
Als Physiker war ich besonders fasziniert von seinen Ausführungen,
wie das Auge entstanden sein soll. 1
Darwin setzte all seine Hoffnung in den Fortschritt der wissenschaftlichen
Forschung, von der er glaubte, sie werde die "Probleme der
Theorie" überwinden können. Doch entgegen seinen Erwartungen
haben jüngste wissenschaftliche Forschungen diese Probleme
nur gesteigert.
  
1 H. S.
Lipson, "A Physicist's View of Darwin's Theory",
Evolution Trends in Plants, cilt 2, no. 1, 1988, s. 6.
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