Wissenschaftliche Erkenntnisse
stützen die Behauptungen der Theorie des intermittierenden
Gleichgewichts nicht. Tatsächlich ist die Behauptung,
Organismen kleiner Populationen könnten sich durch Makromutationen
schneller entwickeln, noch weniger fundiert, als das Evolutionsmodell
der Neo-Darwinisten.

Richard Dawkins beim Indoktrinieren der Jugend mit
darwinistischer Propaganda.
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Warum wurde die Theorie dann in den letzten Jahren so populär?
Diese Frage beantwortet ein Blick auf die Debatten innerhalb
der Gemeinschaft der Darwinisten. Nahezu alle Vertreter der
Theorie des intermittierenden Gleichgewichts sind Paläontologen.
Diese Gruppe, dominiert von berühmten Paläontologen
wie Steven Jay Gould, Niles Eldredge, und Steven M. Stanley
sehen genau, dass der Fossilienbestand Darwins Theorie widerlegt.
Sie haben sich jedoch selbst dahingehend konditioniert, an die
Evolutionstheorie zu glauben, koste es was es wolle. Deswegen
zogen sie sich zurück auf die Theorie des intermittierenden
Gleichgewichts, als den einzigen Weg, wenigstens Teile des Fossilienbestands
erklären zu können.
Andererseits sehen auch Genetiker, Zoologen und Anatomen,
dass es keinen natürlichen Mechanismus gibt, der ein
Gleichgewicht beeinflussen würde, und aus diesem Grund
bestehen sie auf der Aufrechterhaltung des gradualistischen
Evolutionsmodells. Der Zoologe Richard Dawkins von der Universität
in Oxford übt scharfe Kritik an der Theorie des intermittierenden
Gleichgewichts und beschuldigt deren Vertreter, die Glaubwürdigkeit
der Evolutionstheorie zu zerstören.
Das Ergebnis dieses Dialogs der Gehörlosen
ist die wissenschaftliche Krise, der sich die Evolutionstheorie
nun gegenüber sieht. Wir alle haben zu tun mit einem
Evolutionsmythos, der nicht mit den Ergebnissen von Experimenten,
Beobachtungen und Entdeckungen der Paläontologie übereinstimmt.
Jeder Evolutionstheoretiker versucht, aus seinem eigenen Tätigkeitsbereich
Unterstützung für die Theorie zu erhalten, gerät
aber dann in Konflikt mit Entdeckungen anderer Wissenschaftszweige.
Einige versuchen, die Verwirrung zu überdecken mit oberflächlichen
Kommentaren wie, "Akademische Debatten dieser Art bringen
die Wissenschaft voran." Das Problem besteht jedoch darin,
dass solcherlei Mentalgymnastik nicht ausgeführt wird,
um eine seriöse wissenschaftliche Theorie voranzubringen,
sondern darin, dass Spekulationen aufgestellt und mit irrationalen
Argumenten dogmatisch verteidigt werden, um dickköpfig
eine Theorie hochzuhalten, die erwiesenermaßen falsch
ist.
Doch die Theoretiker des intermittierenden
Gleichgewichts haben der Wissenschaft, wenn auch unfreiwillig,
einen wichtigen Dienst erwiesen: sie haben deutlich gemacht,
dass der Fossilienbestand nicht in das Evolutionskonzept passt.
Phillip Johnson, einer der weltweit führenden Kritiker
der Evolutionstheorie, nannte Stephen Jay Gould, den Begründer
der Theorie des intermittierenden Gleichgewichts, den "Gorbatschow
des Darwinismus".180
Gorbatschow hatte geglaubt, es gebe Fehler im kommunistischen
Regierungssystem und versuchte daher, das System zu "reformieren".
Doch die Probleme, die er als zu behebende Fehler im System
ansah, waren in Wahrheit Strukturfehler des Systems, und so
schmolz der Kommunismus unter seinen Händen dahin. Der
Darwinismus und alle anderen Evolutionsmodelle werden sehr
bald dasselbe Schicksal erleiden.
  
180 Phillip
Johnson, Objections Sustained, Intervarsity Press, Illinois,
1998, pp. 77-85.
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