Der Unterschied zwischen Materie und Information

Wir haben bereits an anderer Stelle die unglaublich umfassende Information erwähnt, die in der DNS aller Lebewesen enthalten ist. Etwas mit dem Durchmesser eines hunderttausendstel Millimeters enthält eine "Datenbank", die alle physischen Details des Körpers eines Lebewesens enthält. Außerdem enthält der Körper ein System, dass diese Information "lesen" kann, sie interpretiert und eine entsprechende "Produktion" durchführt. In allen Zellen wird die Information der DNS durch verschiedene Enzyme "gelesen" und es werden Proteine hergestellt. Dieses System ermöglicht die Produktion von Millionen Proteinen pro Sekunde, von Proteinen genau des "angeforderten" Typs an genau den Stellen des Körpers, an denen sie gebraucht werden. So werden tote Augenzellen durch lebende ersetzt und alte Blutzellen durch neue.

Erwägen wir nun die Behauptung des Materialismus: Ist es möglich, dass die in der DNS enthaltene Information auf Materie reduziert werden kann, wie Materialisten suggerieren? Kann die Auffassung akzeptiert werden, dass die DNS eine simple Ansammlung von Materie ist und dass die in ihr enthaltene Information als Resultat zufälliger Interaktionen von Materieteilchen entstand?

Die Information in der DNS kann unmöglich durch Zufall und natürliche Prozesse entstanden sein.
Alle wissenschaftlichen Beobachtungen, Experimente und Forschungen des 20. Jahrhunderts zeigen, dass die Antwort definitiv "Nein" zu lauten hat. Prof. Dr. Werner Gitt sagt dazu folgendes:

Ein Codierungssystem bringt immer einen immateriellen intellektuellen Prozess mit sich. Ein physischer Gegenstand kann keinen Informationscode produzieren. Alle Experimente zeigen, dass jede kreative Information eine geistige Anstrengung repräsentiert, die zu einem Erzeuger eines Gedankens zurückverfolgt werden kann, der seinem eigenen freien Willen benutzt hat und der mit intelligentem Verstand ausgestattet ist... Es gibt kein bekanntes Naturgesetz, keinen bekannten Prozess und keine bekannte Abfolge von Ereignissen, die verursachten, dass Information von selbst in Materie auftaucht...385

Werner Gitt's Worte fassen den Erkenntnisstand aus 50 Jahren Informationstheorie, die inzwischen als Teilgebiet der Thermodynamik akzeptiert wird, zusammen. Die Informationstheorie untersucht Art und Herkunft von Information im Universum. Die Quintessenz der Informationstheoretiker nach jahrelangen Studien ist: "Information ist etwas, dass sich von Materie unterscheidet. Sie kann niemals auf Materie allein reduziert werden. Die Ursprünge von Information und physischer Materie müssen separat untersucht werden."

Denken wir zum Beispiel an die Entstehung eines Buches. Ein Buch besteht aus Papier, Druckfarbe und den Informationen, die es enthält. Papier und Tinte sind Materie, hergestellt aus Cellulose, beziehungsweise aus verschiedenen Chemikalien. Die im Buch enthaltene Information jedoch ist immateriell, und sie kann keine materielle Herkunft haben. Die Quelle der in jedem Buch enthaltenen Information ist der Verstand der Person, die es geschrieben hat.

Darüber hinaus bestimmt dieser Verstand, wie Papier und Druckfarbe benutzt werden. Anfangs entsteht ein Buch im Verstand des Autors. Der Autor erzeugt eine verstandesmäßige Logik und ordnet seine Sätze entsprechend. In einem zweiten Schritt bringt er sie in eine materielle Form, soll heißen, er "übersetzt" die Informationen seines Verstandes in Buchstaben, indem er einen Füllhalter, eine Schreibmaschine oder einen Computer benutzt. Später werden diese Buchstaben in einem Buchverlag gedruckt und nehmen die Form eines Buches an, das aus Papier und Druckfarbe besteht.

Infolgedessen können wir folgende generelle Schlussfolgerung ziehen: Wenn Materie Information enthält, dann muss diese Materie gestaltet worden sein von einem Verstand, der die fragliche Information besaß. Zuerst gibt es den Verstand. Dieser Verstand transformiert die ihm eigene Information in Materie, was einen Schöpfungsakt konstituiert.

385 Werner Gitt, In the Beginning Was Information, CLV, Bielefeld, Germany, S. 107, 141. (Hervorhebung wurde hinzugefügt)

 
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